Mobilfunk: Mit Bewegungsdaten können Einzelpersonen identifiziert werden


(C) Gadjo Cardenas Sevilla, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC 2.0)

Mit einer Analyse haben Forscher nun herausgefunden, wie sich Menschen in der Masse bewegen. Laut dem Ergebnis des Forscherteams sei es ihnen gelungen, einzelne Personen in großen Datensätzen von aufgezeichneten Bewegungsdaten (Mobilfunk) zu identifizieren. Jene Daten werden auch von Mobilfunk-Anbietern gespeichert, heißt es in einem Beitrag zur Thematik bei NetzPolitik.org

Die Studie wurde Anfang der Woche im Open Access Journal Scientific Reports veröffentlicht. An der Studie hatten Forscher des MIT Media Lab und der Katholischen Universität Löwen teilgenommen. Man untersuchte darin einen großen Datensatz an vorhandenen Bewegungsdaten. Es sein gelungen, Einzelpersonen zu de-anonymisieren.

Jene Bewegungsdaten fallen für jedes einzeln genutzte Mobilfunkgerät, wie Smartphone, Tablet und andere Geräte, an, die bei Mobilfunk-Anbietern gespeichert werden. Doch auch über Internet-Dienste ist eine Identifizierung möglich.

Die Forscher hatten für ihre Studie einen großen Datensatz erhalten, der die Bewegungsdaten von etwa 1,5 Millionen Menschen über 15 Monate enthielt. Dazu schreibt man, dass es sich dabei um einen bedeutenden und repräsentativen Teil der Bevölkerung eines „kleinen europäischen Landes“ handelte. Jene Daten stammen demnach von einem Mobilfunk-Anbieter, der aufgezeichnete Zeitraum liegt vom April 2006 bis Juni 2007.

Mit der Analyse und Auswertung konnte man zeigen, dass die räumlichen Bewegungen von einzelnen Personen "sehr einzigartig" sind. Auch weist man darauf hin, dass man in den Daten, die bei Mobilfunk-Anbietern anfallen, mit nur vier bekannten Datenpunkten von Zeit/Ort, circa 95 Prozent aller Menschen identifizieren konnte.

Mehr unter: Einzigartig in der Masse: Aus Mobilfunk-Bewegungsdaten können ganz einfach Einzelpersonen identifiziert werden

  
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