Schottland: Referendum zur Abspaltung im September 2014


Flagge Schottlands

Am 18. September 2014 soll das Referendum zur Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien stattfinden, gab der Chef der schottischen Regionalregierung, Alex Salmond, unter Beifall des Parlaments in Edinburgh bekannt.

Dazu sei jedoch anzumerken, dass nach Einwirkung Londons in dem Referendum nur über ein Ja oder Nein zu einer Abspaltung Schottlands abgestimmt werden soll, jedoch nicht zur Frage, ob man eine größere Selbstbestimmung bekommen wolle.

Nun bekommen die Stimmberechtigten lediglich die Frage gestellt, ob Schottland ein "unabhängiges" Land werden soll. Salmond nannte den Abstimmungstag im kommenden September einen "historischen Tag" für Schottland.

In Großbritannien lehnt die britische Regierungskoalition wie auch die oppositionelle Labour-Partei eine Abspaltung Schottlands klar ab. Sollte eine Mehrheit bei dem anstehenden Referendum zustande kommen, wird die über 300-jährige Zugehörigkeit Schottlands zum Vereinigten Königreich gelöst.

Seit dem Jahr 1707 gehört Schottland nun schon zur britischen Krone, seit dem Jahr 1997 genießt es "weitreichende" Autonomie. Im vergangenen Sommer hatten britische Politiker aller Parteien eine Kampagne gestartet, die gegen die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien zielt. Der Regierungschef David Cameron verlautbarte, dass das Vereinigte Königreich als "Familie von Nationen" gesehen werden müsse.

Cameron hatte im Februar 2012 bei einem Besuch in der schottischen Hauptstadt Edinburgh angekündigt, mit "Kopf, Herz und Seele" für den Erhalt der Einheit Großbritanniens kämpfen zu wollen.

  
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