China: Mittlerweile über 13.000 tote Schweine aus Fluss geholt


(C) andydoro, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

Die bereits in den vergangenen Wochen Schlagzeilen machenden toten Schweine in einem Fluss Chinas sind Medienberichten zufolge mittlerweile auf über 13.000 Stück angestiegen.

In der Wirtschaftsmetropole Shanghai wurden demnach mittlerweile 9460 Kadaver von toten Schweinen aus dem Fluss gezogen, in der benachbarten Provinz Zhejiang 3601, so die Nachrichtenagentur Xinhua.

Im Vorfeld hatten Vertreter der Stadt Shanghai Landwirte aus der Stadt Jiaxing in Zhejiang beschuldigt, die toten Schweine in den Fluss Huangpu geworfen zu haben. Die Schweine sollen durch eine Tierseuche gestorben sein.

Danach hatten Vertreter der Stadt Jiaxing erklärt, dass diese Anzahl an toten Tieren nicht ausschließlich aus Jiaxing stammen könne. Nur einem einzigen Landwirt sei demnach bislang etwas zur Sache nachweisbar.

Laut einer Berichterstattung der Zeitung "Shanghai Daily" würden die zuständigen Behörden von Shanghai derzeit auch landwirtschaftliche Betriebe im Stadtteil Songjiang unter die Lupe nehmen.

In den Untersuchungen stellte sich heraus, dass in den Kadavern ein Virus vorhanden ist, der unter Schweinen recht häufig Verbreitung findet. Für Menschen soll jedoch keine Gefahr bestehen, so zumindest die offizielle Darstellung der chinesischen Behörden.

Der Fluss Huangpu, in dem die toten Schweine treiben, liefert gut ein Fünftel des Trinkwassers von Shanghai. Bereits in der vergangenen Woche sorgten tausende tote Schweine für Aufsehen in der Region.

Bei den toten Schweinen handelte es sich sowohl um Jungtiere als auch um ausgewachsene Exemplare. Bewohner der chinesischen Metropole sorgten sich derweil um die Sauberkeit des Wassers. "Ist das Wasser überhaupt noch trinkbar, nachdem tote Schweine darin trieben?", zitierte die Zeitung "China Daily" einen aufgebrachten Bürger. Die Stadtverwaltung versicherte angesichts der Befürchtungen der Bevölkerung, stündlich genommene Wasserproben zeigten bislang "normale" Werte.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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