Deutscher Handel übt Kritik gegen Kennzeichnung bei Verpackungen von Getränken


(C) martinroell, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Deutsche Händler zeigen sich empört über die geplante Kennzeichnung von Getränkeverpackungen. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, gab zu verstehen, dass die vorberechneten Kosten, die auf die Ladenbetreiben zukommen werden, deutlich zu niedrig veranschlagt worden sind.

Den Angaben der "WirtschaftsWoche" zufolge, soll der von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) angestrebte Vorstoß Supermärkte verpflichten, am Regal Hinweise anzubringen, welche Packungen Einweg und welche Mehrweg sind.

Ziel dahinter sei, dass durch die Kennzeichnungspflicht der Anteil an Mehrwegflaschen wieder erhöht werden soll. Dieser ist seit dem Jahr 2004 von etwa 70 Prozent auf aktuell rund 50 Prozent abgesunken. Laut WirtschaftsWoche wären von der neuen Regelung rund 125.000 Unternehmen in Deutschland betroffen.

Jene müssen nach den Berechnungen des Ministeriums zum Start etwa 5,6 Millionen Euro investieren und dann nachfolgend jährlich etwa 700.000 Euro. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeigte sich äußerst kritisch, denn die Vorgabe würde das freie Unternehmertum der zumeist selbstständigen Einzelhändler einschränken.

In einem Brief an den Umweltausschuss führte man an, dass Mehrwegflaschen nicht immer besser für die Umwelt sind als Einweggebinde. Ebenso gäbe es Fortschritte beim Recycling. Auch die Verwendung natürlicher Rohstoffe bei Einwegflaschen sowie steigender Aufwand durch zu lange Wege und immer speziellere Mehrwegflaschen stellten die früheren Bewertungen zur Umweltfreundlichkeit infrage.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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