Korrektur: Italien rutscht tiefer in wirtschaftliche Probleme


Italien

In Südeuropa vertiefen sich aktuellen Zahlen zufolge die wirtschaftlichen Probleme weiter. Mit Blick auf Italien, die drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone, musste das Statistikamt in Rom seine erste Berechnung zum BIP nach unten korrigieren.

Demnach hat die Wirtschaft Italiens im vierten Quartal 2012 noch schwächer abgeschnitten, als zuvor berechnet wurde. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 2,8 Prozent, hieß es seitens der Statistikbehörde Istat auf der Grundlage einer revidierten Berechnung.

Im Vorfeld hatte man Mitte Februar eine Vorabschätzung bekanntgegeben. Hier bezifferte man das Minus mit 2,7 Prozent, die Korrektur lag also bei 0,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal 2012 ging die Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent zurück.

Durch diesen weiteren Abwärtstrend befindet sich Italien seit anderthalb Jahren im Abschwung. Auch höhere Steuern lasten auf der Konjunktur des Landes. Ebenfalls ist zu beobachten, dass die privaten Haushalte ihren Konsum zurückfahren.

Mit Blick auf die politische Lage in Italien sieht es dabei nicht wesentlich besser aus. Diese zusätzlichen Unsicherheiten wirken entsprechend belastend in das allgemein vorherrschende Umfeld ein. Durch diese politische Lage im Land hatte die US-Ratingagentur Fitch die Bonität von Italien zuletzt um eine Stufe auf BBB+ gesenkt.

Im vierten Quartal sank die Nachfrage der Konsumenten im Inland im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,9 Prozent. Bei den langlebigen Konsumgütern wie Waschmaschine, Fernseher oder ähnliche gaben die italienischen Verbraucher 11,1 Prozent weniger Geld aus. Derzeit geht man davon aus, dass Italien ein weiteres Krisenjahr bevorsteht. Die Kreditwächter prognostizierten zuletzt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,8 Prozent.

  
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