RWE musste in 2012 einen massiven Rückgang beim Gewinn einstecken


(C) Baikonur, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0 DE)

Der deutsche Energiekonzern RWE musste im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnrückgang einstecken. Das Ergebnis brach um satte 27,7 Prozent auf knapp 1,31 Milliarden Euro ein. Der Umsatz konnte um 3 Prozent zulegen, auf 52,23 Milliarden Euro.

Nach eigenen Angaben werden die RWE-Aktionäre eine Dividende von zwei Euro je Anteilsschein erhalten. Für das kommende Jahr rechnet RWE derzeit mit einem weiteren Rückgang, der ggf. "deutlich" ausfallen könnte.

Hintergrund sind hier die strukturellen Veränderungen auf dem Energiemarkt Europas, wie z.B. die sog. Energiewende in Deutschland. Der RWE-Konzernchef Peter Terium erklärte in diesem Zusammenhang, dass man ein Unternehmen sei, das für seine Zukunft hart arbeiten muss.

Die eigene Strategie des Konzerns könne man aufgrund des Wandels in der Energiebranche und des "eingeschränkten finanziellen Spielraums nur mit verringertem Tempo" verfolgen. Zuletzt hatte RWE einen Zwischenerfolg im Streit um Biblis einfahren können.

Das deutsche Bundesland Hessen muss möglicherweise mit Schadenersatzforderungen in dreistelliger Millionenhöhe rechnen, wegen der vorübergehenden Stilllegung der Atomkraftwerke Biblis A und B im Jahr 2011. Erlangt das Urteil Rechtskräftigkeit, dann kann der Biblis-Betreiber RWE Power AG damit vor den Zivilgerichten auf Schadenersatz klagen.

Anfang Februar dieses Jahres hieß es, dass RWE einen Teil seiner Mitarbeiter zu Windpark-Unternehmern machen möchte. Die Ökostromtochter Innogy biete ihren rund 1400 Mitarbeitern an, Miteigentümer eines von RWE errichteten Windparks im rheinischen Jüchen zu werden.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch; RWE ESSEN)

  
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