Krise: Zahl der Arbeitslosen in Frankreich steigt weiter an


Französische Republik

Nicht nur in Spanien, Griechenland und anderen Krisenländern der EU wächst die Arbeitslosigkeit an. Mit Blick auf das Kernland Frankreich steigt diese ebenfalls unaufhaltsam weiter. Im vergangenen Januar (2013) kletterte die Zahl der Arbeitslosen im 21. Monat in Folge. Nun erreicht sie 3,17 Millionen, verlautbarte zuletzt das französische Arbeitsministerium in Paris.

Im Vergleich zum Vormonat Dezember (2012) bedeutet das, einen Zuwachs bei den Arbeitslosen von 1,4 Prozent - im Vergleich zum Januar des Vorjahres gar ein Anstieg um 10,7 Prozent. Damit nähert sich die vorherrschende Arbeitslosigkeit dem historischen Höchststand des Januars 1997. Damals waren knapp 3,2 Millionen Personen in Frankreich offiziell ohne Arbeit.

In Zahlen ausgedrückt, waren im Januar rund 43,900 Arbeitslose mehr gemeldet, als im Dezember 2012. Von diesen entfallen 21,100 auf einen statistischen Effekt, der laut Arbeitsministerium auf eine Änderung der Regeln zur Festlegung der Arbeitslosigkeit zurückzuführen ist.

Der französische Präsident Hollande hatte das aktuelle Jahr als die große Schlacht für Arbeit beschrieben. In seiner Neujahrsansprache sagte er, dass man bis Ende 2013 den Anstieg der Arbeitslosigkeit stoppen und den Trend umkehren möchte. Bereits in 2012 wollte man eigentlich den Anstieg stoppen, was jedoch nicht geklappt hat.

Auch wurden zuletzt neue Wirtschaftsprognosen für Frankreich herausgegeben, die eher einen anderen Trend erkennen lassen. Hollande wurde nach der neu gefassten Prognose in seinen Äußerungen vorsichtiger, machte jedoch deutlich, dass man nicht vor der Situation resignieren wolle.

Zuletzt war man davon ausgegangen, dass möglicherweise in 2014 mit einem zaghaften Aufschwung zu rechnen sein könnte. Seitens der EU-Kommission hat Frankreich in ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick ein Wachstum von nur 0,1 Prozent in diesem Jahr vorhergesagt. Bislang hatte die Regierung in Paris auf ein Wachstum von 0,8 Prozent gesetzt. Die Arbeitslosigkeit dürfte laut EU-Kommission weiter ansteigen, in diesem Jahr auf 10,7 Prozent und 2014 sogar auf 11 Prozent.

  
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