Deutschland: IG Metall will 5,5 Prozent in Tariferhöhung fordern


Industriegewerkschaft Metall

Die deutsche Gewerkschaft IG Metall wird nach aktuellem Stand mit einer Forderung von 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in die diesjährige Tarifrunde ziehen. Berthold Huber, der Gewerkschaftsvorsitzende, gab zu verstehen, dass ein entsprechender Vorschlag an den Vorstand der Gewerkschaft IG Metall herangetragen werden soll.

Am 4. März 2013 soll eine offizielle Empfehlung für die Tarifforderung beschlossen werden. Die Forderungsempfehlung von 5,5 Prozent steht noch nicht ganz fest, gilt aber als "fast sicher". Aktuell variieren die Tarifkommissionen der einzelnen Bezirke der Gewerkschaft leicht mit ihren Empfehlungen.

In dem deutschen Bundesland Bayern heißt es etwa, "nicht unter 5,5 Prozent". In Baden-Württemberg genau 5,5 Prozent. Derzeit geht man davon aus, dass diese offizielle Empfehlung in die des IG-Metall-Vorstands einfließen wird, da sie auch mit dem zweiten Vorsitzenden Detlef Wetzel und dem Vorstandsmitglied Helga Schwitzer so abgesprochen wurde.

Die Forderung setzt sich derart zusammen, dass bei einer erwarteten Preissteigerung von etwa zwei Prozent und einem Produktivitätszuwachs von bis zu 1,5 Prozent, ein verteilungsneutraler Spielraum von ca. 3,5 Prozent gegeben ist. Auch hält man einen Konjunkturzuschlag von bis zu zwei Prozent für notwendig.

Für das vergangene Jahr 2012 hält man einen Nachholbedarf für nicht notwendig, nachdem es im letzten Jahr eine Tarifsteigerung von 4,3 Prozent gegeben hatte. Die nun anvisierte Tarifsteigerung von 5,5 Prozent soll möglichst eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Seitens der IG Metall wandte man sich gegen die Forderungen der Arbeitgeber, nach einem Tarifabschluss der unterhalb der Inflationsrate angesiedelt ist. Ebenfalls widersprach man dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger, der sich gegen hohe Tarifabschlüsse ausgesprochen hatte.

  
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