Stuttgart 21: Die Bahn darf trotz Mehrkosten weiter bauen


(C) Mussklprozz, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Trotz der umstrittenen Mehrkosten und weitere Kostenrisiken, soll das Projekt Stuttgart 21 nicht gestoppt werden. Man werde der Bahn für den Weiterbau grünes Licht geben, hieß es von einem Mitglied des Gremiums. Auch ein Vertreter der deutschen Regierung hätte bestätigt, dass die Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat des deutschen Staatskonzerns sich auf diese Linie verständigt hätten, Stuttgart 21 weiterzubauen. Das Kanzleramt habe auf eine Entscheidung zum Weiterbau noch vor Beginn der heißen Phase im Bundestagswahlkampf hingewirkt, heißt es.

Den Angaben gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ist dabei zu entnehmen, dass die Deutsche Bahn dazu aufgefordert sei, mögliche Spareffekte zu nutzen. Es sollen etwa die Mehrkosten aus dem Schlichtungsverfahren zu Stuttgart 21 als auch die veränderte Anbindung des Stuttgarter Flughafens nicht allein auf die Bahn abgewälzt werden, dies sei nicht Bestandteil der Verträge. Hiermit könne man mindestens 300 Millionen Euro an Kosten vermeiden.

Noch vor wenigen Tagen hatten eigentlich die Stadt Stuttgart selbst und das Land Baden-Württemberg deutlich gemacht, dass sie sich an keinen Mehrkosten über dem vereinbarten Rahmen von rund 4,5 Milliarden Euro beteiligen werden. Peter Ramsauer, der deutsche Bundesverkehrsminister, hatte zur Thematik S21 deutlich gemacht, dass es "kein Zurück mehr" geben wird. Zudem hatte sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Fortführung des Bauvorhabens ausgesprochen.

Am kommenden Samstag soll es seitens der S21-Gegner eine Großdemonstration geben. Hier will man auf einen sofortigen Baustopp drängen. Ebenfalls wolle man mit der Veranstaltung Druck auf den Bahn-Aufsichtsrat ausüben, dass sich dieser in seiner Sitzung Anfang März 2013 für einen Ausstieg aus dem Tiefbahnhof-Projekt entschließt. Der Veranstalter ging zuletzt von bis zu 10.000 Teilnehmern aus, die an der Großdemonstration teilnehmen könnten.

  
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