CIF: EU nickt Bürgschaft für franz. Credit Immobilier ab


Credit Immobilier de France

Die EU-Kommission hat entschieden, dass die angeschlagene französische Immobilienbank Gesellschaft Credit Immobilier de France CIF staatliche Bürgschaften in Milliardenhöhe (18 Mrd. Euro) erhalten darf.

Die Hilfen wären notwendig gewesen, um so die unmittelbare Zahlungsunfähigkeit der CIF abzuwenden, hieß es. Man merkte dabei in der Begründung an, dass eine Rettung alternativlos sei, denn es würde Ansteckungsgefahren geben.

Die einstweilige Bürgschaft für CIF sei erforderlich, um so jegliches Ansteckungsrisiko für das französische Bankensystem zu vermeiden, schrieb die EU-Kommission in einer Presseerklärung. Die Entscheidung fiel demnach im Rahmen von "Leitlinien der Kommission für staatliche Beihilfen zur Stützung von Banken im Zusammenhang mit der Finanzkrise".

Zuletzt mussten auch andere Bankhäuser in Frankreich einstecken. Die Credit Agricole schrieb weitere 6,5 Milliarden Euro ab. Die CIF war im vergangenen Jahr durch die US-Ratingagentur Moodys heftig herabgestuft worden. Anfang September letzten Jahres hatte der Regierungschef Jean-Marc Ayrault versichert, das Finanzsystem des Landes sei "in seiner Gesamtheit stabil".

Die seitens der EU-Kommission durchgewunkene Genehmigung gilt für sechs Monate, bis Frankreich einen Plan für die Sanierung oder Abwicklung der Bank vorlegt. Ein Plan zur Abwicklung der CIF muss ebenfalls durch Brüssel abgesegnet werden.

Die zuletzt bekanntgewordenen neuen Verluste der Crédit Agricole sind möglicherweise ein Anzeichen dafür, dass die französischen Banken ihre Verluste nun endgültig nicht mehr verstecken können. Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete, musste die Bank im vergangenen Jahr Vermögenswerte in Höhe von 3,5 Milliarden Euro verkaufen.

  
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