Frankreich, Studie: Fruchtbarkeit bei Männern sinkt weiter


(C) Jchoi30, 2008, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Laut der Apotheken-Umschau ging mit Blick auf Frankreich in den vergangenen 17 Jahren die Zahl der Spermien und der normalgebildeten Keimzellen im Schnitt um etwa ein Drittel zurück. Auch in anderen europäischen Ländern gibt es einen ähnlichen Trend, heißt es.

Derzeit geht man seitens der an der Studie beteiligten Wissenschaftler davon aus, dass auch schädliche Umwelteinflüsse und die Ernährung eine Rolle spielen könnten. Genau geklärt sind die Ursachen derzeit aber noch nicht. Die meisten Männer seien aber trotzdem noch zeugungsfähig. Bereits Anfang Dezember 2012 wurde dazu in französischen Medien entsprechend publiziert.

Bei der großangelegten landesweiten Untersuchung zeigte sich, dass die Zahl der Samenzellen im Sperma der französischen Männer drastisch zurückging. Mehr als 26.600 Männer wurden mit einbezogen, die Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Human Reproduction" veröffentlicht.

Nach Angaben in der Studie, ging die Zahl der Samenzellen bei einem 35-Jährigen von 73,6 Millionen pro Milliliter Sperma im Jahr 1989 auf nur noch 49,9 Millionen im Jahr 2005 zurück. Bei einer Konzentration von unter 55 Millionen pro Milliliter spricht man von einer möglichen negativen Beeinflussung auf die Fruchtbarkeit. Der Grenzwert von 15 Millionen gilt als Unfruchtbarkeit.

Seitens der Autoren sprach man von einem ernstzunehmenden Warnzeichen, da der Trend anhaltend sei. Seitens der Epidemiologin Joëlle Le Moal, vom Institut zur französischen Gesundheitsüberwachung (InVS), gab man zu verstehen, dass diese Untersuchung in Frankreich vermutlich die wichtigste weltweit sein könnte, was die Fruchtbarkeit von Männern anbelangt.

Der Einfluss von Umweltfaktoren und vor allem die Rolle von Störfaktoren für den Hormonhaushalt, darunter Pestizide, werden von Wissenschaftlern seit mehreren Jahren für den Rückgang bei den Spermien verantwortlich gemacht. In der Regel wirken mehrere Faktoren gleichzeitig ein, wie Medikamente, andere chemische Belastungen im Alltag, entsprechende Nahrungsmittel, Strahlungen etc.

Das Absinken der globalen Fruchtbarkeitsrate bei Männern wurde insgesamt ausreichend dokumentiert. John Holdren erwähnte, dass dem Trinkwasser zugeführte Chemikalien dazu benutzt werden könnten, um Menschen zu sterilisieren, und es befinden sich tatsächlich Chemikalien im Trinkwasser die die Fruchtbarkeit senken.

Krasse Konzepte für eine Massensterilisation der Bevölkerung durch Zwangsmedikation via der Trinkwasserversorgung, wie sie von US-Präsident Obamas führendem Wissenschaftsberater in dessen Buch Ecoscience von 1977 vorgeschlagen worden waren. “Er [sterilisierender Stoff] muss durchweg effektiv sein, trotz stark unterschiedlichen Dosen, die Individuen aufnehmen und trotz unterschiedlicher Fruchtbarkeit und Empfindlichkeit von Individuen; er muss frei sein von gefährlichen oder unangenehmen Nebenwirkungen und er darf keine Auswirkungen haben auf Mitglieder des anderen Geschlechts, auf Kinder, alte Menschen, Haustiere oder auf Nutzvieh,” schrieb Holdren mit seinen Co-Autoren Paul Ehrlich und Anne Ehrlich (Ecoscience).

Viele Krankheiten hängen auch zusammen mit Nährstoffmangel. Mit Blick auf das sog. Roundup stört dieses auch die endokrine Entwicklung, in Studien wurde verminderte Spermien-Produktion beobachtet, abnormale Spermien und verminderte Testosteronspiegel. In Frankreich darf ein Roundupprodukt zur Gartenanwendung trotz seiner biologischen Abbaubarkeit seit 2007 nicht mehr als „biologisch abbaubar“ beworben werden.

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