Frankreich fordert von Microsoft über 50 Millionen Euro Steuern als Nachzahlung


Microsoft Corporation

Microsoft wurde nun von der französischen Steuerbehörde aufgefordert, mehr als 50 Millionen Euro an Steuern nachzuzahlen. Durch Abrechnungstricks hätte Microsoft Steuerzahlungen umgangen, heißt es beim französischen Nachrichtenportal von BFMTV.

Hier schreibt man ebenfalls, dass es bereits das dritte Mal in fünf Jahren der Fall ist, dass der Softwarekonzern in Frankreich Steuern nachzahlen soll. Mit Blick auf die aktuell gestellte Forderung ist dabei anzumerken, dass diese derart hoch ausfällt, wie nie zuvor.

Seitens der Steuereintreiber beruft man sich auf eine Prüfung aus dem Jahr 2010. Bei dieser geht es um Zahlungen der französischen Microsoft-Tochter an den Mutterkonzern in den Jahren 2007 bis 2009. Demnach hätte Microsoft Frankreich lediglich als Beauftragter einer anderen Niederlassung, welche in Irland ansässig ist, gearbeitet.

Durch den Verkauf von Microsoft-Produkten auf dem französischen Markt wird nur für einen geringen Anteil des Gesamtpreises Steuern gezahlt, da man in einer Art Kommission agiert und die irische Tochter von Microsoft den eigentlichen Verkauf abwickelt.

Nun sei speziell die Höhe der Kommissionszahlungen ins Visier der französischen Steuerbehörde geraten und zudem soll überprüft werden, ob Microsoft Frankreich nicht eigentlich direkte Verkaufsaktivitäten in dem Land vollzieht. In diesem Zusammenhang wurden die Büros von MS bei Paris im Juni 2012 durchsucht.

Seitens Microsoft selbst streitet man die Forderungen der französischen Behörden jedoch ab. Man betonte zuletzt, dass man für andere Geschäftsjahre wahrscheinlich sogar Steuern zurückerhalten könnte. Die französische Steuerbehörde fordert jedoch die Zahlung von 52,5 Millionen Euro. Ob Microsoft diesen Betrag tatsächlich bezahlen muss, bleibt abzuwarten.

  
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