Deutscher Handelskonzern Metro kündigt Sparkurs an


Metro AG

Der deutsche Handelskonzern Metro hat nun einen Sparkurs angekündigt. Man würde alle Kosten in Frage stellen, in den Landesgeschäften, in der Verwaltung, auf der Fläche oder auch im Vorstand, heißt es seitens des Metro-Vorstandsvorsitzenden Olaf Koch. Künftig werde z.B. auf Kurzstrecken nicht mehr Business Class geflogen. Es wird auch "nicht mehr wie früher mit der Gießkanne" rumgelaufen. Es gebe jetzt klare Prioritäten.

Außerdem will der deutsche Handelskonzern zurück in den Aktienindex Dax, den das Unternehmen im vergangenen Jahr unter anderem wegen des Absturzes der Aktie verlassen musste. "Mich persönlich und hier in der Zentrale hat das viele Kollegen sehr hart getroffen. Wir sollten den Abstieg als Verpflichtung sehen, wieder aufzusteigen", sagte Koch der Süddeutschen-Zeitung. Er wolle aber kein Datum dafür setzen.

Zuletzt wurde bekannt, dass Metro die verbleibenden Anteile des Media-Markt-Mitbegründers Leopold Stiefel kaufen wird. Stiefel will der Media-Saturn-Geschäftsführung auch künftig als Berater in strategischen Fragen zur Verfügung stehen und die Entwicklung des Unternehmens aktiv weiter begleiten. Im Mai 2012 hatte Metro einen erheblichen Stellenabbau angekündigt.

Zum Metro-Konzern gehören unter anderem die Supermarktkette Real, die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn sowie die Kaufhauskette Galeria Kaufhof. Bedeutende internationale Konkurrenten der Metro sind Carrefour und Tesco, auf dem deutschen Markt die Edeka sowie die Rewe Group.

Der Großaktionär und Gründer von Metro, Otto Bensheim, ist Medienberichten vom Montag zufolge gestorben. Er soll tot in seinem Haus in Rottach-Egern am Tegernsee aufgefunden worden sein, hieß es seitens der Kommunikationsagentur Brunswick Group im Auftrag der Otto-Beisheim-Gruppe. Bensheim hätte den Angaben nach an einer nicht heilbaren Krankheit gelitten. Seine Beteiligung an der Metro-Gruppe belief sich zuletzt auf knapp zehn Prozent.

  
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