Deutscher Flughafen BER mit mehr als 20.000 Mängeln


(C) Olaf Tausch, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Laut "Bild" soll der geplante deutsche Großflughafen Berlin-Brandenburg mehr als 20.000 Mängel aufweisen. Man beruft sich im Bericht der Zeitung auf Aufsichtsratskreise. Die Zahl der Mängel würde von der Rauchgasanlage bis hin zu kaputten Fliesen reichen. Ein Flughafensprecher bestätigte die Zahl. Er betonte aber, diese sei irreführend und wenig aussagekräftig: "Das Hauptproblem ist und bleibt der Brandschutz."

Rainer Bomba, Mitglied im Aufsichtsrat des BER-Flughafenprojekts kündigte absolute Transparenz beim weiteren Baufortschritt an. Man wolle nicht, dass das Desaster nur dokumentiert wird, es müsse auch abgearbeitet werden, gab er zu verstehen. Es solle nun jeder Fehler in einem Fortschrittsbericht separat aufgelistet und entsprechend beseitigt werden.

Mit der Erstellung dieses Mängel-Reports hätten Projektausschuss und Aufsichtsrat des BER das Flughafenmanagement beauftragt. Jedes Problem und jeder Mangel werde nach Dringlichkeit eingestuft, von Kategorie A (Priorität hoch) bis D (Priorität niedrig).

Anfang Februar hatte der deutsche Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) eigene Fehler im Zusammenhang mit dem Flughafenbau einräumen müssen. "Vielleicht wäre es besser gewesen, dem Flughafenmanagement eher zu misstrauen und nicht immer neue Starttermine zu nennen", sagte Ramsauer der "Rheinischen Post".

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte Ende Januar 2013 den Klagen von Anwohnern und Gemeinden gegen die Flugroutenfestlegung über dem Wannsee nahe des künftigen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld stattgegeben. Es erklärte die sogenannte kurze Wannseeroute in der Nähe des atomaren Forschungsreaktors des Helmholtz-Zentrums in Berlin für rechtswidrig.

Besonders starke Probleme bereitet den Verantwortlichen die Brandschutzanlage. Bis Juni oder Juli wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt, um so zu sehen, welche Arbeiten neu geplant werden müssen. Der Aufsichtsrat trifft sich wieder am 8. März.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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