Hamburger Hafen schlägt 1,7 Prozent weniger Container um


(C) Alexander Sölch, 2009, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

Im Vergleich zum Vorjahr hat der Hamburger Hafen 1,7 Prozent weniger Container umgeschlagen, was auf die Konsumschwäche zurückzuführen war. Von der früheren Höchstmarke ist der Hafen um mehr als eine Million Container entfernt und lag bei nur noch 8,9 Millionen Container.

Mit Blick auf das aktuelle Jahr erwartet man seitens der Hafen-Marketinggesellschaft nur dann eine Erholung, wenn sich das Wachstum in Europa und China erholen kann. Die Marketing-Chefin Claudia Roller sagte mit Blick auf das erste Quartal dieses Jahres, dass man "vorsichtig optimistisch" sei.

Im Jahr 2011 konnte der Hafen noch beim Umschlag um neun Prozent wachsen, in 2012 rechnete man eigentlich mit einem Wachstum von gut sechs Prozent. Gelitten hat der Hafen besonders wegen fehlender Importe, heißt es.

Der Export über Hamburg selbst konnte um 1,9 Prozent zulegen, die Importe sanken um drei Prozent. Die Lieferungen aus China zeigen einen deutlichen Einbruch, nämlich um über 12 Prozent. Derzeit ist es so, dass Asien mehr als die Hälfte des Umschlags in Hamburg bringt. Die Umschläge mit Fahrtzielen nach Amerika und Europa konnten zulegen. In Europa selbst steuerten Schiffe vor allem Polen und Russland an.

In diesem Zusammenhang: Eine mögliche Vertiefung der Fahrrinne der Elbe solle schnell kommen, hieß es seitens des Hamburger Wirtschaftssenators Frank Horch. Es würde Signale vom Bundesverwaltungsgericht geben, dass ein zügiges Verfahren umgesetzt werden kann.

Im Sommer 2012 hatten der "BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland" und der "Naturschutzbund Deutschland e.V." mit Unterstützung des WWF angekündigt, eine Klage gegen das geplante Bauprojekt beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen.

Mitte Oktober 2012 hatte das Bundesverwaltungsgericht die Vertiefung der Elbe zwischen Hamburg und der Mündung vorerst gestoppt. Eine Gerichtsentscheidung könnte frühestens im vierten Quartal dieses Jahres anstehen. Die Kläger selbst gingen davon aus, dass das Hauptverfahren wegen der Klärung wichtiger europäischer Rechtsfragen bis zu vier Jahre dauern könnte. Die Elbe soll so weit ausgebaggert werden, dass auch Schiffe mit einem Tiefgang bis 14,50 Meter Hamburg erreichen können.

Anfang Dezember 2012 wurde berichtet, dass die kriselnde deutsche Schifffahrt in diesem Jahr staatliche Unterstützungen in Höhe von 57,8 Millionen Euro erhalten wird. Dies sei zur Stärkung des maritimen Bündnisses beschlossen worden, das Reeder, Gewerkschaften und Bundesregierung vereinbart hätten, sagte der maritime Beauftragte der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto (FDP).

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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