Firmen aus Israel investieren in US-Bohrungen vor Zyperns Küste


(C) NASA / US GOV, 2004, Bild: Wikipedia (public domain)

Medienberichten zufolge beteiligen sich an den US-Bohrungen nach Öl und Gas vor der Küste Zyperns auch zwei israelische Unternehmen. Der Handelsminister Neoklis Sylikiotis sagte zur Sache, dass die Firmen Delek Drilling und Avner Oil & Gas Exploration einen Vertrag unterzeichnet hätten, wonach diese einen Anteil von 30 Prozent an den Förderlizenzen kaufen werden, die dem US-Unternehmen Noble Energy gehören.

Der Einstieg der Firmen eröffne eine "neue Ära der zyprisch-israelischen strategischen Zusammenarbeit", so Sylikiotis am vergangenen Montag in Nikosia. Die US-Firma Noble Energy Inc hatte die Exploration bereits im Jahr 2007 gestartet. Im Dezember 2011 hieß es seitens Noble, dass man Gasreserven von bis zu 8000 Milliarden Kubikfuß (226,5 Milliarden Kubikmeter) entdeckt hätte.

Der geschätzte Wert soll bei etwa 100 Milliarden Euro liegen. Man sprach ebenfalls davon, dass der griechische Teil Zyperns bis 2019 ein wichtiger regionaler Akteur beim Export von Gas nach Europa werden könnte. Der nun geschlossene Deal kommt nur einige Tage nachdem der griechische Teil Zyperns ein Abkommen mit dem französischen Unternehmen Total geschlossen hatte, um Probebohrungen nach Öl und Gas durchzuführen.

Seitens der Türkei hatte man gegen die Energie-Suche protestiert und diese als illegal bezeichnet. Im Verlauf der vergangenen Monate hatte die Türkei immer wieder mit diversen Drohungen reagiert, etwa Mitte Mai letzten Jahres. Man drohte denjenigen Unternehmen mit Repressalien, die sich an einem Bieterverfahren für Öl- und Gas-Bohrprojekte vor Griechisch-Zypern, dessen Regierung von Ankara nicht anerkannt wird, beteiligen.

Anfang September 2011 hatte der türkische EU-Minister Egemen Bagis dem EU-Mitglied Zypern mit einer militärischen Intervention im Streit um Gasvorkommen gedroht. Die Ausbeutung von Öl und Gas im östlichen Mittelmeer berührt die strategischen Interessen der Europäischen Union, Russlands, Israels und damit der Vereinigten Staaten, der Türkei, Syriens und des Libanon.

  
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