EU-Richtlinie: Rücksendung von bestellter Ware bald nicht mehr kostenlos?


(C) KalasMannen, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Mit einer neuen EU-Richtlinie soll es Online-Händlern möglich sein, dass Rücksendungen auf Kosten der Käufer abgewickelt werden können. In einer zur Sache ausgearbeiteten Studie der Universität Regensburg heißt es, dass man darauf schließen könne, dass drei Viertel der Unternehmen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden.

Mit der neuen EU-Verbraucherschutz-Richtlinie wird die Verpflichtung für Online-Händler abgeschafft, Rücksendungen kostenlos zu gewährleisten, womit man einiges an Ärger im Online-Versandhandel aufziehen sieht, heißt es. Mit Blick auf die größten Internet-Versandhändler kündigte man bereits an, dass man Retouren auch weiterhin auf Kulanz übernehmen wird.

In einer dazu durchgeführten Befragung gaben 76 Prozent der 215 befragten Unternehmen an, dass diese von dem neuen Recht Gebrauch machen werden, nämlich die Kosten für Retouren den Käufern aufzuladen. Der Preis für eine Rücksendung beläuft sich in der Regel zwischen 10 und 20 Euro.

Aus den Ergebnissen der Untersuchung geht ebenfalls hervor, dass 30 Prozent aller verkauften Produkte wieder zurück an den Verkäufer geschickt werden. Speziell Kleidungsstücke werden recht oft in sämtlichen Größen und Farben bestellt.

Nur ein Bruchteil der bestellten Ware bleibt in diesem Artikelsegment aber tatsächlich beim Besteller, der Rest wird wieder zurück an den Verkäufer geschickt. In durchschnittlicher Betrachtung zeigte sich sogar, dass jedes zehnte zurückgeschickte Produkt nach der Rückgabe unverkäuflich war.

Die EU-Richtlinie ist laut Bundesverbraucherschutzministerium bis zum 13. Dezember 2013 in nationales Recht umzusetzen und gilt für Verträge, die nach dem 13. Juni 2014 geschlossen werden. Die Neigung der Händler, nach Umsetzung der neuen Verbraucherrechte-Richtlinien die Kunden für die Rücksendung zahlen zu lassen, steigt, je kleiner der Shop ist.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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