USA: Verstärkte Präsenz des Militärs in Lateinamerika


(C) Luan, 2009, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0)

Die USA hatten per Pentagon die militärische Präsenz in Lateinamerika wegen dem "Anti-Drogenkampf" verstärkt, wobei die angestrebten Ziele nicht derart umgesetzt werden konnten, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte, heißt es in einer aktuellen Studie die bei "Stars and Stripes" veröffentlicht worden war.

Insgesamt war dies auch die kostspieligste Initiative seit dem Kalten Krieg. In den letzten zehn Jahren, so schreibt man, hätte die Regierung mehr als 20 Milliarden US-Dollar in dieser Sache ausgegeben. Mit Blick auf das vergangene Jahr 2012 hatte man die gigantische Summe von 830 Millionen US-Dollar als Hilfe für Sicherheits- und Polizeibehörden in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern investiert. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.

Derzeit sind über 4000 Militärs der Vereinigten-Staaten in der Region stationiert, vier US-Kriegsschiffe patrouillieren in der Karibik und an der Küste Zentralamerikas. Verschiedene Kritiker machten dabei deutlich, dass derartige Maßnahmen durch die Militarisierung des "Anti-Drogenkampfes" die politische Instabilität befördern könnte, wobei die Maßnahmen selbst zu keinen konkreten Ergebnissen führten.

Einer der Kongressabgeordneten, Eliot Engel (Demokraten), hatte zur Sache festgestellt, dass die Beteiligung der Vereinigten-Staaten letztendlich nur dazu geführt hätte, dass etwa mexikanische Drogenkartelle gestärkt und diese noch gewalttätiger wurden.

Mittlerweile sei die USA der größte Drogenkonsument des Kontinents. Im Vorjahr 2011 hatte man einen Rekordverkauf an Satelliten, Waffen, Radar und anderen Ausrüstungsgütern im Wert von fast 2,8 Milliarden US-Dollar an Länder der westlichen Hemisphäre genehmigt, so Stars and Stripes.

Im Vergleich ist dies etwa viermal so viel wie zehn Jahre zuvor. Ebenfalls heißt es in der ausgearbeiteten und nun publizierten Studie, dass weder das Pentagon noch das Außenministerium Details über die Verwendung von mehr als eine Milliarde US-Dollar für Exporte von Kriegsgütern (nach Honduras) im Jahr 2011 benennen kann.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte