Medien: Baukonzern Hochtief könnte Zerschlagung drohen


HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Nachdem der deutsche Baukonzern Hochtief durch ACS (Spanien) übernommen worden war, droht nun die Zerschlagung, so aktuelle Medienberichterstattungen. Es heißt dazu, dass der Chef von Hochtief, Marcelino Fernandez, darüber nachdenke, dass möglicherweise der Verkauf von Geschäftsbereichen mit ca. 6200 Mitarbeitern angestrebt werden könnte.

Die Servicesparte innerhalb der Hochtief Solutions AG mit etwa 6000 Beschäftigten und auch das Geschäft mit der Projektentwicklung mit 200 Mitarbeitern könnten nach einem Zeitungsbericht der WAZ-Gruppe betroffen sein.

Seitens des Konzerns Hochtief selbst wollte man die möglichen Pläne nicht bestätigen, denn die Analyse der künftigen Strategie sei derzeit noch nicht abgeschlossen worden - womit es also auch noch keine getroffenen Entscheidungen gibt, schreibt man.

Sollten die Informationen aus den Medienberichten derart eintreten, wie es aktuell heißt, müsste man mit einem massiven Widerstand der Arbeitnehmervertreter rechnen, da bekanntlich eine Zerschlagung von Hochtief ausgeschlossen wurde.

Im Aufsichtsrat, so die WAZ-Berichterstattung, seien die Pläne umstritten. Ende Februar solle der Aufsichtsrat die Strategiepläne vorgelegt bekommen. Im Sommer 2011 hatte der spanische ACS-Konzern nach einer regelrechten Übernahmeschlacht den Konkurrenten Hochtief übernommen.

Die Unternehmensberaterin Christine Wolff hat ihren Sitz niedergelegt. Frau Wolff habe sich aus "persönlichen Gründen" zurückgezogen, sagte ein Hochtief-Sprecher.

Zuletzt einigte man sich seitens Hamburg und Hochtief auf eine Obergrenze von 575 Millionen Euro, was den Bau der Elbphilharmonie angeht. Die Projekt-Realisierungsgesellschaft der Stadt Hamburg und Hochtief standen dabei im Zentrum der Kritik. Der Bau des Konzerthauses verzögert sich seit Jahren, während die Kosten stiegen.

  
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