Griechenland: Tumulte bei Verteilung kostenloser Lebensmittel


(C) Fantasy, 2006, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Griechischen Medienberichten zufolge hätte man vor dem Landwirtschaftsministerium (GR) am Mittwoch in Athen kostenlose Lebensmittel wie Obst und Gemüse verteilt, so ein Bericht von z.B. "KeepTalkingGreece".

Hier kam es zu diversen Tumulten, da viele verarmte Rentner, Arbeitslose und durch die vorherrschende Krise geschundene Bürger entsprechend jede Unterstützung und Gratis-Gabe dankend annehmen.

In einer Videoaufzeichnung der Umstände sieht man zahlreiche Personen, welche im Massengedränge die Hände in die Luft strecken, um an kostenlose Lebensmittel zu kommen. Im Verlauf der Situation kam es zum Gedränge und die Masse irrationalisierte sich zusehends.

Die Verteiler auf dem Lastwagen schrien den Menschen entgegen "Zurück!". Einige stürzten durch die inneren Spannungen des Menschenblocks zu Boden. Eine männliche Person soll sich verletzt haben, heißt es.

Die Verteilaktion selbst sei spontaner Natur gewesen. Vor dem Landwirtschaftsministerium errichteten Bauern einen Markt um die Lebensmittel zu verteilen - unter anderem Kohl, Auberginen, Mohrrüben, Orangen, Kartoffeln, Zwiebeln und andere Produkte.

Bis um zehn Uhr am Vormittag konnten den Angaben zufolge 50 Tonnen verteilt werden, heißt es bei "KeepTalkingGreece". Die Aktion der kostenlosen Lebensmittelverteilung sei auch ein Protest der griechischen Bauern gewesen, die so ihren Unmut über die gestiegenen Kosten bei der Produktion zum Ausdruck bringen wollten.

Man forderte unteranderem niedrigere Preise bei Strom und Treibstoff, eine Senkung der Mehrwertsteuer auf landwirtschaftliche Geräte, Maschinen als auch erzeugte Produkte selbst. Ebenfalls wollen sie von der Vorschrift ausgenommen werden, eine sog. Registrierkasse zu benutzen - selbst der oberste Steuereintreiber Griechenlands findet die Steuern im Land deutlich zu hoch.

Speziell die Jugendarbeitslosigkeit in dem von der Krise geschundenen südeuropäischen Land ist massiv gestiegen und erreichte zuletzt 57,6 Prozent - womit mehr als jeder zweite junge Mensch arbeitslos ist. Speziell rechtslastig-politische Strömungen erhielten Zulauf wegen der vorherrschenden Zustände.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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