Stimmung der Wirtschaft im Euroraum leicht verbessert


(C) Julio Reis, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

Auch im Januar ist der Dienstleistungssektor im Krisenland Italien weiter geschrumpft, so ein aktueller Bericht des Marktforschungsinstituts Markit. Mit dieser negativen Entwicklung ist der Index für die Geschäftstätigkeit auf 43,9 Punkte abgesunken.

Zur Umfrage wurde den Managern die Frage gestellt, ob die Geschäftstätigkeit zurückgeht oder zunimmt. Mit diesem Negativ-Wert steht der saisonbereinigte Index zur Geschäftstätigkeit den 20. Monat in Folge unterhalb der wichtigen 50-Punkte-Wachstumsgrenze, weiterhin ist es der niedrigste Wert seit Juli 2012.

Das Marktforschungsinstitut Markit hatte zuletzt auch für Frankreich einen deutlichen Einbruch im vergangenen Monat feststellen müssen, womit die Gefahr des Abgleitens in Richtung Rezession zunimmt.

Mit Blick zurück nach Italien merkte man an, dass die Unternehmen darüber klagen würden, dass die Kosten steigen, wegen höherer Steuerlasten und auch Energiekosten. Wegen der negativen Entwicklung der Geschäftstätigkeit ist auch die Zahl der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor deutlich zurückgegangen.

Die Stimmung der Verbraucher in Italien liegt weiterhin am Boden. Im weiteren Ausblick für das erste Quartal 2013 sieht es eher schlecht denn recht aus, meint Phil Smith von Markit. Eine starke Trendwende im Bereich des Dienstleistungssektors sei notwendig, um den drastischen Einbruch im Januar ausgleichen zu können.

Mit Blick auf Frankreich konnte auch festgestellt werden, dass die Wirtschaft des Landes immer stärker hinter den Wachstumsmotor Deutschland zurückfällt. In der Eurozone selbst würde sich die Talfahrt abgeschwächt haben, wobei man im ersten Quartal 2013 von einer Stabilisierung ausgehen könnte.

Die Kluft zwischen Deutschland und Frankreich ist aber deutlich größer geworden, nämlich so groß, wie nie seit Umfragebeginn in 1998. Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Januar abermals verbessert. Der Einkaufsmanagerindex sei von 47,2 Punkten im Vormonat auf 48,6 Zähler gestiegen.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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