DE: Schröder weist Kritik an Familienpolitik scharf zurück


(C) Laurence Chaperon, 2011, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0 DE)

Die deutsche Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat nun die aufgekommene Kritik gegen ihre Familienpolitik zurückgewiesen. In der Passauer Neuen Presse sagte die Ministerin, dass sie die Familienpolitik nicht wie ein Investmentbanker sehen würde, mit dem Ziel der Profit-Maximierung.

Mehreinnahmen für die Staatskasse seien für Schröder kein Ziel. Eine solche Politik, die mehr auf den volkswirtschaftlichen Profit als auf den menschlichen Zusammenhalt setzt, ist mit ihr nicht zu machen. Zum Kindergeld sagte sie, dass es keine Almosen des Staates seien und auch das sogenannte Ehegattensplitting würde seine Berechtigung haben.

Deutschland dürfe nicht zu einem Land werden, in dem eine Familienpolitik praktiziert wird, bei der nur noch staatlich verordnete Lebensweisen finanziell unterstützt werden, was auch der Kern des Streits mit der Opposition sei. Aus der Opposition konnte seitens des SPD-Kanzlerkandidaten Steinbrück vernommen werden, dass man das gesamte System der familienpolitischen Leistungen auf den Prüfstand stellen wolle.

Der Bundesfamilienministerin warf er indes Orientierungslosigkeit vor. Die Chefin der "Grünen", Claudia Roth, hatte der deutschen Bundesregierung eine verheerende Bilanz in Sachen Familienpolitik vorgeworfen. Roth sagte, dass die "Familie von heute" eine gänzlich andere "Vielfalt" brauchen würde, nämlich mehr Kita-Plätze und Ganztagsschulen, statt Betreuungsgeld und Ehegattensplitting.

Damit soll entsprechend bezweckt werden, dass die Familie an sich sozialistisch zersetzt wird. Die Eltern sollen ihre Zeit auf Arbeit zubringen, Kinder werden durch den Staat oder andere Zirkel im Kollektiv betreut und entsprechend psychologisch geformt.

Der heutige Durchschnittsbürger wurde von Kindesbeinen an durch Schulen, Fernsehen und diverse Sozialeinrichtungen konditioniert. John Dewey sprach es damals deutlich aus. Wir müssen den Individualismus loswerden. Alles muss hin zum Kollektiv, zur Gruppe.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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