Wahlkampf 2.0 - Sechsstellige Summen für Steinbrück-Blog


(C) Frank Plitt, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0 DE)

Medienberichten zufolge hat Steinbrück, SPD-Kanzlerkandidat, nun neben Facebook und Twitter einen eigenen Blog gestartet oder vielmehr starten lassen. Es heißt, dass eine vierköpfige Redaktion unter der Leitung des ehemaligen Focus-Redakteurs Karl-Heinz Steinkühler (Focus = Burda) bei diesem Blog aktiv ist, um entsprechend Positiv-Propaganda zu verbreiten.

Bei der Medienplattform "Meedia" schreibt man zur Sache, dass es einen sechsstelligen Etat für den Blog geben würde, der von nicht genannten Unternehmen bestritten wird. Woran man sehen kann, dass sich hier Wirtschaft und Politik verschmelzen - natürlich ohne "Hintergedanken".

Der ominöse Blog kann unter peerblog.de aufgerufen werden. Bei "Spiegel" bringt man Steinkühler auch mit dem Blog "Wir in NRW" in Verbindung. Hier hatten damals, in 2010, Enthüllungen im Wahlkampf von NRW maßgeblich Anteil daran, dass der ehemalige Ministerpräsident Norbert Rüttgers in "Frührente" geschickt wurde, SPD und Grüne fuhren einen knappen Wahlsieg ein. Weiterführend hier bei "Meedia"

In einem Bericht bei Geolitico hieß es zuletzt, zur sog. ehem. Initiative "Finanzstandort Deutschland", eine Lobbyorganisation ohne Rechtsform, Mitglieder unter anderem Deutsche Bank, Goldman Sachs, die Commerzbank oder die Citigroup. "Während ihres Bestehens setzte sich die IFD für eine Deregulierung der Finanzmärkte ein und warnte noch 2008, im Zuge der Finanzkrise, vor einer Überregulierung des Finanzsektors seitens der Politik. Auch das Bundesfinanzministerium war unter der Leitung Steinbrücks Mitglied der Initiative". (mehr hier)

Dass sich Steinbrück im Bereich der Banken wohl fühlt, auch unter dem Tarnmuster der sog. "SPD", hat bereits die Familientradition der „erleuchteten“ Delbrücks erkennen lassen. Unter anderem sein Urgroßonkel Adelbert Delbrück, einer der Mitbegründer der Deutschen Bank aus der weitverzweigten Familie Delbrück, gehört etwa dazu. Einen Verlauf dazu finden Sie unter dieser Quelle: Peer Steinbrücks erleuchtete Dynastie und die organisierte Erodierung Deutschlands.

In diesem Zusammenhang dürfte ebenfalls interessant sein, was eine deutsche Landesbank in einem Steuerparadies beabsichtigt? Laut dem Wirtschaftsmagazin “Capital” ließ sich Peer Steinbrück im Juli des Jahres 2001 in der Zentrale der WestLB über den Geschäftsgang informieren. Seit 1998 überwachte er die rheinische Landesbank, zuerst in der Funktion als Verwaltungsrat und vier Jahre später als Finanzminister von Nordrhein-Westfalen. Mehr zu dieser Thematik, unter anderem hier: Steinbrück, Offshore-Briefkastenfirmen und Pleitebanken

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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