ExxonMobil macht in 2012 fast 45 Milliarden Gewinn


(C) WhisperToMe, 2009, Bild: Wikipedia (public domain)

Durch ein besser laufendes Geschäft im Bereich der Raffinerie sah es beim Ölkonzern ExxonMobil zum Jahresende 2012 gut in den Kassen des Unternehmens aus. Mit Blick auf die Förderung von Gas und Öl sah es jedoch nicht so brillant aus, da auch die Menge rückläufig war.

Unterm Strich konnte das Unternehmen knapp 10 Milliarden US-Dollar und damit sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum verdienen. Auf das gesamte Jahr gesehen hob sich der Gewinn von ExxonMobil um neun Prozent ab, auf 44,9 Milliarden US-Dollar. Zu dem Unternehmen gehören z.B. auch die 1100 deutschen Esso-Tankstellen, womit der Konzern zu den umsatzstärksten US-Unternehmen in Deutschland zählt.

Höhere Fördermengen und gestiegene Ölpreise führte auch der russische Ölkonzern Rosneft an. Der Gewinn sei 2012 um 7 Prozent auf 342 Milliarden Rubel (rund 8,5 Milliarden Euro) gestiegen. Nach der Übernahme des drittgrößten russischen Ölförderers TNK-BP wird Rosneft in diesem Jahr voraussichtlich bis zu 215 Millionen Tonnen Rohöl gewinnen, hieß es seitens der Agentur Ria Novosti.

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der größte Energiekonzern der Welt, ExxonMobil, etwa 14 Milliarden US-Dollar für die Erschließung eines Ölfeldes vor der Küste Kanadas investieren will. Bei diesem geht es um das Ölfeld Hebron, welches vor den ostkanadischen Provinzen Neufundland und Labrador liegt. Man erhofft sich einen Fund von mehr als 700 Millionen Barrel Öl. Ende 2017 solle die Produktion beginnen, bei einer täglichen Förderung von 150.000 Barrel.

Mitte Oktober letzten Jahres hieß es in Medienberichten, dass sich ExxonMobil aus dem Süden Iraks zurückziehen wolle und eher in der autonomen kurdischen Region im Norden des Landes in die Ölförderung investieren möchte. Es hieß damals, dass man die Regierung in Bagdad bereits darüber informiert hätte, aus dem Konsortium zur Erschließung des Felds West Kurna-1 aussteigen zu wollen, was mit den unerwartet niedrigen Gewinnen begründet worden war. Es gäbe deutlich lukrativere Verträge mit der kurdischen Regierung im Nordirak, wo große Ölvorkommen vermutet werden.

Kurze Zeit zuvor, Mitte August 2012, hatte der Irak bekanntgegeben, dass man zum zweitgrößten Ölproduzenten in der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) aufgestiegen sei. Mit 3,2 Millionen Barrel täglich liege der Irak vor dem Iran, sagte der für Energie zuständige irakische Vize-Regierungschef Hussein al-Schahristani.

Anfang des Jahres 2012 kam es zu einem Streit mit dem südamerikanischen Land Venezuela. Man wollte im Streit mit ExxonMobil, um die Verstaatlichung des heimischen Ölsektors, seitens der venezolanischen Regierung die Entscheidungen des Schiedsgerichts der Weltbank nicht anerkennen. Präsident Hugo Chávez sagte, sein Land werde die Organisation verlassen und erkenne "keinerlei Entscheidung" des Gerichts an. ExxonMobil wollte Entschädigungen in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar erhalten.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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