EU: Handy-Hersteller sollen Ladegeräte vereinheitlichen


(C) mac morrison, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Seitens der Europäischen Union übt man weiter Druck auf die Hersteller von Handys/Smartphones aus. Diese sollen nicht zu unterschiedlichen Ladegeräten zurückkehren, vielmehr müsse es eine Vereinheitlichung geben.

Gegenüber dem deutschen Magazin Focus sagte der EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, Antonio Tajani (IT), dass per Ende des Jahres 2012 eine freiwillige Vereinbarung der Handy-Hersteller abgelaufen sei.

Diese hatten sich darauf geeinigt, nur noch ein vereinheitlichtes und universelles Ladegerät für alle angebotenen Modelle zu verwenden. Dieses sogenannte Memorandum of Understanding (eine Absichtserklärung unter künftigen Vertragspartnern) sei aber bislang nicht verlängert worden, schreibt man.

Nun droht die EU den Herstellern damit, sollte diese Vereinbarung bis Ende Februar 2013 nicht verlängert werden, dass die EU sie dazu verpflichten wird. Doch nicht nur bei den Handys scheint man derartige "Vereinheitlichungen" durchführen zu wollen.

Ähnliche Bestrebungen wären den Worten des EU-Kommissars Antonio Tajani auch im Interesse der Verbraucher, wenn man diese bei anderen Produkten etablieren würde. "Denken Sie an das Zubehör für Computer und alle Arten von digitalen Geräten. Auch hier möchte ich, dass die Industrie sich auf mehr Einheitlichkeit einigt", so Tajani in seinen Ausführungen zur Sache.

Bevor Antonio Tajani EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie wurde, war dieser Kommissar für Verkehr. Er ist bereits seit der Europäischen Kommission Barroso I (2004–2010) und in der Europäische Kommission: Kommission Barroso II (2010–2014) "aktiv".

Anfang März 2012 hatte Antonio Tajani erklärt, dass Brüssel auf eine zügigere Markteinführung von Medikamenten drängt. Das Verfahren für die Festsetzung von Preisen und die Kostenerstattung von Arzneimitteln solle künftig europaweit höchstens noch 120 statt wie bisher 180 Tage dauern dürfen.

Anfang November 2012 wurde bekannt, dass Tajani und die EU-Kommission der angeschlagenen Autobranche in Europa unter die Arme greifen wolle. Hierzu solle Umverteilt werden. Der Aktionsplan sah mehr Geld aus EU-Töpfen für Forschung und Entwicklung vor. Nach dem Willen von Tajani sollte ein Posten aus dem Forschungsbudget der EU sogar von einer auf zwei Milliarden Euro verdoppelt werden.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte