EU Agentur ENISA bekommt mehr Befugnisse


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Medienberichten zufolge hätten sich Vertreter des Parlaments und des EU-Rats auf ein neues Mandat für die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit ENISA geeinigt. Die Behörde selbst ist in Griechenland auf Kreta angesiedelt.

Diese soll künftig zum Beispiel sog. "Computer-Notfallteams" bereithalten, heißt es in einer Mitteilung zur Sache. Ebenfalls soll es mit dieser EU-Behörde möglich sein, im Fall von "Sicherheitsverletzungen" oder bei Verdacht auf "kompromittierte Systeme" Hilfe anzufordern.

Bislang war die geltende Aufgabenbeschreibung der ENISA auf den Bereich IT-Sicherheit im Binnenmarkt der Europäischen Union begrenzt. Bei möglichen Angriffen auf IT-Infrastruktur ganzer Länder konnte diese geschaffene Agentur bislang "offiziell" nicht agieren, da diese in den Hoheitsbereichen der einzelnen Mitgliedsstaaten keine Kompetenzen hatte.

Die Behörde könne nun auf "Wunsch" von EU-Ländern aktiv werden. In der Aufgabenbeschreibung der ENISA wird dabei deutlich gemacht, dass der innere Charakter einer Denkfabrik gleichen soll und man sich hier besonders in diesen Belangen konzentrieren wolle, um etwa Analysetätigkeiten auszuführen.

Weiterhin ist aus der Übereinkunft zu entnehmen, dass neben dem Stammsitz Kreta auch ein Betriebsbüro in der griechischen Hauptstadt Athen etabliert werden soll.

Der geschaffenen EU-Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA), welche etwa auch regelmäßig europaweite Übungen zur Abwehr von Cyberangriffen durchführt, stehen jährlich etwa acht Millionen Euro zur Verfügung. Das neue Mandat soll den Angaben zufolge von September an für sieben Jahre gelten.

Direktor der Behörde ist Udo Helmbrecht - ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Der erste geschäftsführende Vertreter war Andrea Pirotti, dessen Nachfolge 2009 Helmbrecht antrat.

  
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