Forderung nach mehr Lohn: Bei EON droht Streik


EON

Der Streit zwischen den Beschäftigten und dem deutschen Energie-Unternehmen E.ON geht weiter. Nun droht gar der erste unbefristete Streik in der Geschichte des Energieriesen. Seitens der Gewerkschaft Verdi hieß es von Volker Stüber, dass "mit dem Montag" der Streik beginnen würde.

Aus diesem Grund muss E.ON möglicherweise mit einem wirtschaftlichen Schaden rechnen. Für den anstehenden Arbeitskampf hatten sich bei der Urabstimmung über 90 Prozent (91,4 Prozent) der Verdi- und IG BCE-Mitglieder ausgesprochen.

Medienberichten zufolge sollen sogar Kraftwerke bestreikt werden. Versorgungsengpässe sollen jedoch nicht auftreten, gab man zur Beruhigung zu verstehen. Die Gewerkschaften fordern für die rund 30.000 Beschäftigten von E.ON Deutschland 6,5 Prozent mehr Lohn.

Zuletzt bot man 1,7 Prozent an, was man jedoch als "Zumutung" ansah. Die Gewerkschaften sagten zu diesen niedrigen Angeboten des Energiekonzerns, dass E.ON mit seiner Verweigerungshaltung den Streik provoziert hätte.

Über Jahre hinweg waren die deutschen Versorger eine Art Gelddruckmaschine, durch das sichere Geschäft mit Strom und Gas. Mittlerweile herrschen bei den Energieunternehmen aber nicht mehr ganz so rosige Zeiten vor.

E.ON erklärte, dass Unternehmen werde sich auf Arbeitsniederlegungen vorbereiten. Der Konzern werde "alles dafür tun, damit es möglichst nicht zu Einschränkungen der Versorgungssicherheit für Kunden und Verbraucher kommt", erklärte Personalvorstand Regine Stachelhaus. Ver.di-Geschäftsführer Erhard Ott sagte am Freitag, man sei weiter gesprächsbereit. Beginne der Streik aber erst einmal, sehe die Sache anders aus.

Vorstandschef Johannes Teyssen hatte am Mittwoch den legendären Satz des früheren SPD-Fraktionschefs Herbert Wehner zitiert: "Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen". Vergangenes Jahr hatte E.ON noch 4,3 Milliarden Euro Gewinn verzeichnet. Der Konzern beschäftigt bundesweit rund 30.000 Menschen.

Update: Der angedrohte Streik beim Energiekonzern Eon ist vorerst abgewendet. Die Arbeitskampfmaßnahmen werden bis zum 10. Februar zunächst ausgesetzt.

  
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