Griechenland: Türkisches Schiff mit Waffen beschlagnahmt


(C) Megistias, 2008, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Türkischen und griechischen Medienberichten zufolge hätten Hafen-/Zollbeamte aus Griechenland Mitte Januar einen interessanten Fund gemacht. Diese trauten den Angaben zufolge ihren Augen nicht, als sie feststellten, dass ein türkischer Frachter voll mit Waffen war.

Nach dieser Entdeckung informierte man die zuständigen griechischen Behörden. Daraufhin wurde das Gelände im Hafen abgesichert und eine Spezialeinheit der Küstenwache führte eine Inspektion durch. Man fand ein ganzes Arsenal an Waffen.

In den Berichten schreibt man, dass diese mutmaßlich für Libyen oder Mali bestimmt waren - was jedoch bislang nicht von offizieller Seite bestätigt wurde. Nach den Angaben von "Thessaly Journal" kam das Schiff mit dem Namen "Alexandretta" (Stückgutschiff), das unter der Flagge von St. Vincent (Anm. fährt unter Saint Vincent oder Grenadinen) fuhr, aus der Türkei.

Eingetragen war das Schiff eigentlich als Zementfrachter, doch die entdeckte Fracht war nicht unbedingt mit Zement zu vergleichen. Man berichtet von Panzerfäusten, Luftabwehrkanonen, AKs (Kalaschnikows), Pistolen und auch Munition.

Der Frachter wollte zwischenzeitlich eigentlich Schweröl bunkern, war nachdem die griechischen Behörden Kenntnis von den "Dingen" an Bord erlangten jedoch dazu gezwungen in Volos anzudocken, wo es unter sofortige Quarantäne gestellt wurde.

Der Vorfall selbst geht bereits auf den 17. Januar zurück. Per Gesetz ist es Schiffen verboten Waffenlieferungen durch griechische Gewässer zu transportieren, welche etwa für Iran, Libyen oder Syrien bestimmt sind. Das gestoppte Schiff hat den Angaben zufolge eine Ladekapazität von etwa 4700 Tonnen, wobei das genaue Gewicht der Ladung nicht bekannt sei.

Schon im November vergangenen Jahres hatte man auf einem türkischen Schiff eine ähnliche Waffenladung entdeckt, in Jemen vor dem Hafen von Aden. Hier fand man eine Ladung im Wert von geschätzten 120 Millionen US-Dollar vor.

Man entdeckte z.B. 3000 in der Türkei hergestellte Pistolen mit Schalldämpfer, die in Keksdosen versteckt wurden. Jementische Regierungsstellen leiteten eine Untersuchung ein und forderten von der Türkei eine Erklärung. Die Waffen hätten die Sicherheitslage im Land weiter verkomplizieren können, hieß es.

  
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