Beluga: Verdacht auf Kreditbetrug, Anklage gegen Stolberg


(C) Martini0814, 2010, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0)

Medienberichten zufolge hätte die Bremer Staatsanwaltschaft wegen Verdachts des Kreditbetrugs in 16 Fällen Anklage erhoben. Betroffen ist hier der ehemalige Chef der Reederei Beluga, Niels Stolberg.

Ihm wird seitens der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, zwischen den Jahren 2006 und 2010 bei Schiffsneubaufinanzierungen die kreditgebenden Banken belogen zu haben. Speziell der US-amerikanische Finanzinvestor Oaktree fühlte sich getäuscht.

Dieser hatte Beluga bis Ende Dezember 2010 Kredite in Höhe von 130 Millionen Euro gewährt und sich gleichzeitig mit einer Minderheitsbeteiligung an der Reederei beteiligt. Seitens Stolberg hieß es zur Sache mit Oaktree: "Oaktree in mein Unternehmen zu lassen, war der größte Fehler, den ich je machen konnte".

Von der Gegenseite Stolberg wird dem US-Finanzinvestor vorgeworfen, die Reederei mit Absicht in die Insolvenz geführt zu haben. Insgesamt soll Stolberg zwischen den Jahren 2006 und 2010 durch einen Trick bei Banken etwa 93 Millionen Euro zu viel an Krediten erschwindelt haben, heißt es in Medienberichten. Laut Gesetz gelten bei Kreditgeschäften falsche Angaben als "Betrug". Die Anklageschrift gegen Stolberg umfasst insgesamt rund 200 Seiten.

Im Jahr 2011 hatte es eine Entführung des deutschen Frachters "Beluga Nomination" im Indischen Ozean gegeben. Der rund 132 Meter lange Frachter war damals im Indischen Ozean von Seeräubern gekapert und anschließend an die Küste Somalias gebracht worden.

Anfang Oktober 2011 hieß es in einem Bericht von "Spiegel", dass Niels Stolberg, ehemaliger Chef der Beluga-Reederei, Spendengelder für Tsunami-Opfer veruntreut haben soll. 500.000 Euro, die für eine Waisenschule in Thailand vorgesehen waren, landeten laut einem TV-Bericht wieder auf dem Firmenkonto. Der Reeder dementierte die Vorwürfe.

Ende Oktober 2012 hieß es in einem Bericht von NDR, dass die ehemalige Bremer Reederei Beluga im Verdacht stehen würde, Waffen geschmuggelt zu haben. Entsprechende Hinweise seien bei einer Hausdurchsuchung im Zusammenhang mit der Pleite der Reederei aufgetaucht, hieß es dort.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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