Ausland: Nordkorea ruft wegen Atomtest Kriegszustand aus


Volksrepublik Korea

Wegen eines angekündigten Atomtests hat Kim Jong Un, Machthaber Nordkoreas, Medienberichten zufolge den Kriegszustand über das Land verhängt. Den Angaben nach wurde in einer Dringlichkeitsberatung mit den Militärs gefordert, die entsprechenden Vorbereitungen zum Atomtest zu beschleunigen und ab dem 29. Januar 2013 den Kriegszustand zu verhängen, schreibt die südkoreanische Zeitung "Korea Joongang Daily" und beruft sich hierbei auf Staatsmedien Nordkoreas.

Man verwies dazu auf mögliche Sorgen von Kim Jong Un, wie China auf den Atomtest reagieren könnte. Un hätte China als einen nützlichen Partner gelobt und vor Kritik an der Regierung in Peking gewarnt.

Laut Angaben des designierten Pentagon-Chefs Chuck Hagel stellen Pakistan, Nordkorea und der Iran die größte Bedrohung für die Vereinigten-Staaten dar. Speziell das "iranische Problem" sei kompliziert, betonte Hagel am vergangenen Donnerstag im sog. Streitkräfte-Ausschuss des Senats.

Doch nicht nur der Iran sei ein solches Problem, auch teile er die Ansicht, dass Nordkorea mit seinen Raketen- und Atomprogrammen eine große Gefahr darstellen würde. Ein weiteres kompliziertes Problem sei Pakistan. Chuck Hagel wurde am 7. Januar 2013 als neuer Verteidigungsminister von Obama nominiert.

Vor seinen Kritikern im Senat hat der designierte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel seine Bereitschaft zu einem Einsatz der US-Militärmacht gegen den Iran und andere Widersacher betont.

Hagel versprach, die Interessen des Landes wenn nötig mit der "vollen militärischen Macht" zu verteidigen. "Aber wir müssen auch klug und, noch wichtiger, weise sein in der Art, wie wir die große Macht unserer Nation einsetzen", so Hagel.

Der neue US-Außenminister ist John Kerry. Obama hatte Kerry im Dezember 2012 als Kandidaten für die Nachfolge Clintons vorgeschlagen, die nach eigenen Angaben eine Auszeit von der Politik nehmen möchte.

Letzte Woche hatte die nordkoreanische Führung Südkorea mit "physischen Gegenmaßnahmen" gedroht, sollte sich Seoul den vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen Nordkorea anschließen.

Nach dem ominösen Besuch des Google-Chefs Eric Schmidt in Nordkorea hatte der Konzern vor wenigen Tagen eine detaillierte Karte des abgeschotteten Landes veröffentlicht. Zu erkennen sind unter anderem Krankenhäuser, Schulen, Parks und U-Bahn-Stationen in Pjöngjang. Außerhalb der Hauptstadt ist die Karte weniger detailliert.

Zu sehen sind mehrere größere Städte und Flughäfen. Zudem ist eine Chemiefabrik eingezeichnet sowie eine Atomforschungsanlage. Mehrere grau eingefärbte Bereiche, jeweils von der Größe einer Stadt, werden als Internierungslager ausgewiesen. In nordkoreanischen Straflagern sind Schätzungen zufolge über 200.000 Menschen inhaftiert.

Auf die nordkoreanischen Raketentests vom 12. Dezember 2012 reagierte der UN-Sicherheitsrat mit neuen Sanktionen gegen das Land. Das stalinistisch geführte Nordkorea hatte in den Jahren 2006 und 2009 Atomwaffentests vorgenommen und damit international Empörung ausgelöst. Die USA und China hatten sich zuletzt über neue Sanktionen gegen Nordkorea geeinigt.

Nach dem Beschluss neuer Sanktionen durch die UN hatte Nordkorea mit Drohungen reagiert. Das Außenministerium in Pjöngjang kündigte laut amtlicher Nachrichtenagentur KCNA konkrete Schritte zur militärischen Selbstverteidigung an, die auch die "atomare Abschreckung" umfassen würden. Am 24. Januar 2012 hieß es in Medienberichten, bezogen auf eine Mitteilung der nordkoreanischen amtlichen Nachrichtenagentur KCNA, dass Nordkorea einen Nukleartest "auf hohem Niveau" vornehmen werde.

Obwohl man Nordkorea als Teil der "Achse des Bösen" bezeichnete, finanzierte die US-Regierung gleichzeitig deren Nuklearwaffenprogramm. Ähnlich wie bei Saddam Husseins Chemie- und Biowaffenprogramm war es Donald Rumsfeld (Republikanische Partei) gewesen, der bei der Bewaffnung Kim Jong-ils eine entscheidende Rolle spielte.

Im Januar 2000, als einer der Vorstandsmitglieder von ABB (Asea Brown Boveri), beaufsichtigte Rumsfeld einen 200-Millionen-Dollar-Vertrag, welcher die Lieferung von Material und Logistik zum Bau zweier Leichtwasserreaktoren für Nordkorea vorsah. Seit Mitte der 1990er Jahre spielten sowohl die Clinton- als auch die Bush-Regierung eine Schlüsselrolle darin, Kim Jong-il zu helfen Nordkoreas Nuklearkapazitäten zu entwickeln.

Unter der ab 1994 gewonnenen Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus und unter dem Eindruck der Erkenntnisse der eingesetzten Rumsfeld-Kommission, deren Ergebnisse Ende 1998 veröffentlicht wurden und die von der Existenz sogenannter "rogue states" (sog. Schurkenstaaten; Irak, Iran, Libyen, Nordkorea) ausgeht deren Nuklearrüstung Amerikas Sicherheit bereits kurzfristig beeinträchtigen könnte, erreichten sie 1999, dass die Ausgaben für Raketenabwehr von der Clinton Administration von geplanten 3,9 Milliarden US-Dollar auf 10,6 Milliarden US-Dollar angehoben wurden.

Mit dem Aufbau von Raketenschilden in Europa und in Asien, begründet durch entsprechende Drohungen, hatte Ende Dezember 2012 (Ria Novosti 20.12.2012) Wladimir Putin auf einer Pressekonferenz in Moskau gesagt, dass der entstehende US-Raketenschild in Europa das Kampfpotenzial der russischen Atomraketen „auf Null“ reduzieren könnte. Um dies zu verhindern, muss Moskau Gegenmaßnahmen ergreifen. (mehr hier)

China steht hier ebenfalls im Mittelpunkt. Beim damaligen Aufbau von China hat etwa Skull and Bones (Yale) die Finger mit im Spiel gehabt. Auch Mao war "Yaler". Das Land ist also nicht "einfach so" in die heutige Position gekommen, sondern wurde, wie damals die Nazis und auf der anderen Seite die Stalins, durch gleiche Kräfte "aufgebaut" (siehe ggf. Literatur "Sutton, A: Wall Street und der Aufstieg Hitlers" oder "Wall Street and the Bolshevik Revolution"). Ein geostrategischer Umkehrpunkt ist z.B. der sog Pivot-Mechanismus (siehe: Obama’s Geopolitical China Pivot: The Pentagon Targets China)

  
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