Umverteilung: EU fördert Gehirn-Projekt und anderen Firlefanz mit Unsummen


EU

Seitens der EU-Kommission hat man bekanntgegeben, dass man das sog. "Human Brain Projekt" der ETH Lausanne (EPFL) sowie das Graphene-Projekt aus Schweden mit je 500 Millionen Euro fördern wolle. Rund 33 Millionen Schweizer Franken (ERC Advanced Grant) fließen aus der europäischen Forschungsförderung an die ETH Zürich.

Das Programm wurde in 2009 ins Leben gerufen. Die EU will damit ambitionierte und visionäre kooperative Forschungsinitiativen fördern. Dies unter anderem aus dem Grund, um so derzeitige gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen.

Bei dem benannten "Human Brain Projekt" soll das menschliche Gehirn bis in das kleinste Detail in einem Computermodell abgebildet werden. Dazu zählen die Ebene der Genetik, der Moleküle, die zahlreichen Kontaktstellen zwischen den 100 Milliarden Nervenzellen als auch deren Vernetzung und Organisation in den Hirnregionen.

Im Endeffekt soll es möglich sein, die Funktion des Gehirns zu simulieren. Man wolle so „menschliches Verhalten“ und „Hirnerkrankungen“ aufklären helfen. Für die Simulation des gesamten Gehirns benötigt man einen Supercomputer mit einer Leistung von einem Exaflop.

Entsprechend wird sich ein Teil des Projekts darum drehen, einen solchen eigenen Supercomputer zu entwickeln, damit eine solche Simulation überhaupt erst möglich wird. Das "Human Brain Projekt" wird von Forschungsinstitutionen aus 23 Ländern mit rund 250 Forschern unterstützt.

Hierzu soll eine einzigartige Infrastruktur aufgebaut werden. Die dafür notwendigen Simulationen sollen auf Europas schnellstem Supercomputer im Forschungszentrum Jülich erfolgen.

Eigentlich wollte die EU-Kommission eine Milliarde Euro (über zehn Jahre) vergeben, der Betrag wurde zwischenzeitlich aber auf 500 Millionen Euro reduziert. Der Plan sieht nunmehr vor, dass die restlichen 500 Millionen Euro von dritter Seite beigesteuert werden, etwa durch Universitäten in Europa die jeweils beteiligten Länder oder durch "Businesspartner".

Das FET Flaggschiff-Programm steht im Rahmen des Programms Europe 2020. Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission (und EU-Kommissarin für die Digitale Agenda), sprach auf der Pressekonferenz von einem "wichtigen Tag für Europa", bevor sie in einer Pressekonferenz die siegreichen Projekte vorstellte. Kroes erklärte, Europas Position als Supermacht des Wissens hänge davon ab, wie es gelinge, das "Undenkbare zu denken und die besten Ideen zu verwirklichen.

Zunächst erhalten die beiden siegreichen Projekte je 54 Millionen Euro, der Rest soll aus dem EU-Program "Horizont 2020" kommen. Der Haushalt wird derzeit noch verhandelt. Seitens der EU-Kommission hat man hier 80 Milliarden Euro für die kommenden sieben Jahre vorgeschlagen.

Ab 2014 wird Horizont 2020, das neue Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, sich an das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (FRP) anschließen. Horizont 2020 wird alle forschungs- und innovationsrelevanten Förderprogramme der Europäischen Kommission zusammenführen.

In anderen EU-Programmen wird generell auf die folgenden Thematiken eingegangen:

Horizont 2020 Förderinhalte in Punk III.

Gesundheit und demografischer Wandel

Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, marine und maritime Forschung sowie Biowirtschaft

saubere und effiziente Energie

intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr

Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Rohstoffe

integrative, innovative und sichere Gesellschaften

Bis 2050 soll über die "Klima Roadmap 2050" das Ziel erreicht werden, 80 Prozent der Emissionen zu reduzieren. Dies wird festgehalten im "Fahrplan für den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaft bis 2050".

Im Bereich der "EU"-Verfassung (Entwicklung) heißt es unter anderem: Vertrag von Lissabon, 2007 - Inhaltlich stimmt der Vertrag größtenteils mit dem gescheiterten EU-Verfassungsvertrag von 2001 überein und reformiert institutionelle Grundlagen der EU nach dem Vertrag von Nizza von 2001.

Im Bereich der EU Wassercharta 1968 heißt es unter anderem:

Die Wasservorkommen müssen in ihrem Bestand erfasst werden. Die notwendige Ordnung der Wasserwirtschaft bedarf der Lenkung durch zuständige Stellen. Jeder Mensch hat die Pflicht, zum Wohl der Allgemeinheit Wasser sparsam und mit Sorgfalt zu verwenden.

In der Europa-Strategie 2020 heißt es:

Beschäftigung: 75% der 20- bis 64-Jährigen sollen in Arbeit stehen

Innovation: 3% des BIP der EU soll für diesen Bereich aufgewendet werden

Klimawandel/Energie: Verringerung der Treibhausgasemissionen um 20%, Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 20%, Energieeffizienzsteigerung um 20%

Bildung: Verringerung der Schulabbrecherquote auf unter 10%, Steigerung der Hochschulabschlüsse der 30- bis 34-Jährigen auf mind. 40%

Armut/Soziale Ausgrenzung: Senkung der Zahl der davon Betroffenen um mind. 20 Millionen

In einem Dokument aus dem Jahr 2011, erstellt durch den EU Think Tank (Denkfabrik) mit dem Namen “One Planet Economy Network (OPEN:EU)” geht man auch ansatzweise auf die grüne Automobilgestaltung der Zukunft ein.

Das Ziel des sog. One Planet Economy Network Europe (OPEN: EU) Projektes war es, die Transition der EU-Ökonomie, hin zu einer Ein-Planeten-Ökonomie bis 2050 zu unterstützen. Als die weltgrößte Ökonomie müsse sich Europa (Anmerkung: EU) auf den Weg zu einer sofortigen und grundlegenden Transformation machen, um „gefährliche Klimaveränderungen“ abzuwenden, heißt es dort.

Dabei werden auch einige andere “Szenarien” behandelt. Dazu heißt es, dass jene Szenarien für den Weg, hin zu einer einheitlichen planetären Wirtschaft unternommen werden. Hierzu listet man verschiedene Pfade auf.

Das Geld stammt dabei vom Seventh Framework Programme (FP7) und dem World Wildlife Fund (UK), der Rahmen entspricht der Agenda 21. Innerhalb des Dokuments finden sich Schlagwörter wie “Nachhaltigkeit” oder auch “ökologischer Fußabdruck”. Im Text erzählt man aus der Perspektive der Zukunft, wie das jeweilige Szenario verlaufen ist.

Im Szenario “Breaking Point” heißt es etwa:

Die EU muss Maßnahmen ergreifen, um das Bevölkerungswachstum in Europa zu beschränken. Was aber noch wichtiger ist, auch im Rest der Welt. Angesichts der steigenden Nachfrage zu einer Zeit, in der technologische Innovationen stagnieren und eine globale Knappheit vorherrscht.

Im Text erzählt man aus der Perspektive der Zukunft, wie das jeweilige Szenario verlaufen ist – wobei dies “angenommene” Szenarien sind und es entsprechend keine zeitliche Realsituation darstellen muss (die dort aufgezeigten Gedankengänge für künftige Szenarien/Pfade lassen aber tief in die psychologische Grundstruktur blicken).

Beginnend im Jahr 2012 wurden staatliche Sozialleistungen für Familien mit mehreren Kindern fortlaufend gekürzt, um das Bevölkerungswachstum zu kontrollieren. Im Jahr 2020 gab es nur noch Sozialleistungen bis maximal zwei Kinder. In der Wirtschaft herrscht eine gesteigerte Arbeitsintensität vor, die Einwanderungspolitik wird gelockert, um so geringqualifizierte Arbeitskräfte einströmen zu lassen, insbesondere für die Landwirtschaft. Dies trägt zu sozialen Spannungen bei. Es erfordert bilaterale Handelsabkommen, um so Bevölkerungskontrollmaßnahmen umzusetzen. Handelsbeziehungen mit Ländern ohne Bevölkerungskontrollmaßnahmen wurden begrenzt.

2050 sind Europäer dazu gezwungen, grüne Lebensgewohnheiten anzunehmen – beispielsweise durch Verbote von nicht-essentiellen, individuellen Reisen über lange Distanzen. An diesem Punkt sind Flugreisen seit langem zu teuer für die Mehrheit der Menschen. Der Staat kontrolliert oder beeinflusst stark sämtliche verfügbaren Kanäle für Bildung, Medien und Marketing, damit diese Botschaft verbreitet wird, ihre Umsetzung kontinuierlich bekräftigt wird und um Wahrnehmungen von Nachhaltigkeit zu formen.”

“Die meisten Europäer leben in dicht bevölkerten Stadtgebieten, in kompakten und effizienten Wohnungen. Die meisten Haushalte bestehen aus drei oder weniger Familienmitgliedern. Die Wohnungen sind spartanisch, energieeffizient und verfügen über Smart Meter („Intelligenter Strom“), die es den Energieversorgern ermöglichen, die Netzauslastung zu kontrollieren und die es dem Staat ermöglichen, den Verbrauch zu beobachten, Rationierungen durchzusetzen oder notfalls den Strom abzustellen.

2015 wurde freiwilliger und assistierter Selbstmord legal in allen EU-Ländern. 2020 waren die meisten Medien gründlich von der Regierung kontrolliert und dafür benutzt um Verhaltensänderungen zu managen.

Innerhalb des OPEN:EU Projektes wurden vier mögliche Szenarien zur Erreichung einer „Ein-Planeten-Ökonomie“ im Jahr 2050 behandelt. Mithilfe von EUREAPA wurden die vier OPEN:EU Szenarien quantifiziert um erstens herauszufinden, welchen Einfluss verschiedenen Politikansätze auf den CO2-, ökologischen und Wasser-Fußabdruck der EU haben und um zweitens diejenigen Politikansätze zu identifizieren, die den größten Einfluss haben.

Laut den Ergebnissen einer Szenarien-Übung, die im Rahmen des OPEN:EU Projektes durchgeführt wurde, sind sehr aggressive Politiken notwendig, damit Europa bis 2050 in eine „Ein-Planeten-Ökonomie“ umgestaltet werden kann.

Die vier Szenarien-Beschreibungen, die modelliert wurden, wurden durch das OPEN:EU Projektteam entwickelt, um eine „Ein-Planeten-Wirtschaft“ im Jahr 2050 zu skizzieren. In jedem Szenario erreicht Europa bis 2050 eine jene durch verschiedene „Politikmixe“.

Wer nun an Planwirtschaft, „Grüne Neue Weltordnung“ oder Das Kommunistische Manifest denkt, der hat das Endziel jener Bestrebungen auch ohne Supercomputer erfasst – wobei bis zum Erreichen dieses Stadiums jene Überlegungen wie immer als „Verschwörungstheorien“ gebrandmarkt werden.

  
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