Ryanair: Deutsche Flugsicherung will 450.000 Euro


(C) Adrian Pingstone, 2006, Bild: Wikipedia (pd)

Wegen falscher Angaben zum Fluggewicht soll die irische Billigfluglinie Ryanair an die Deutsche Flugsicherung 450.000 Euro an Gebühren nachzahlen. Einen dazu vorliegenden Bericht des Branchendienstes "Cargo Forwarder" bestätigte man seitens Axel Raab, Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Zur Sache war bekannt geworden, dass Ryanair über Jahre hinweg das Abfluggewicht (Typ Boeing 737-800) anstatt mit 75 Tonnen mit bis zu acht Tonnen weniger gemeldet hatte.

Die Nachforderung bezieht sich den Angaben zufolge auf die Jahre von 2009 bis 2012. Noch im Dezember letzten Jahres hatte man bei Ryanair die aufgenommenen Vorwürfe als falsch zurückgewiesen.

Ryanair bezeichnete die Vorwürfe als "Gerüchte". Man erklärte, dass man sich an die Vorschriften halten würde. Mittlerweile soll Ryanair die korrekten Beträge zahlen. Derzeit ist wohl noch offen, ob Ryanair auch an die europäische Luftaufsicht Eurocontrol Nachforderungen zahlen muss.

Expertenberechnung zufolge könnten der europäischen Flugkontrolle und nationalen Behörden pro Jahr insgesamt 50 Millionen Euro (in ganz Europa) entgangen sein, so ein Bericht von "Die Welt" mitte Dezember 2012. In der Vergangenheit war Ryanair immer wieder in die Schlagzeilen geraten.

In Spanien etwa wollten die dortigen Luftsicherheitsbehörden die Airline stärker kontrollieren, weil in drei Fällen die Mindestmenge an Treibstoff unterschritten wurde und die Flugzeuge außerplanmäßig landen mussten. Das spanische Verkehrsministerium hatte eine Untersuchung eingeleitet.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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