Frankreich: Sapin meint, Staat ist vollkommen pleite


(C) Marie-Lan Nguyen, 2007, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY 2.5)

Hinter vorgehaltener Hand ist es eigentlich klar, dass Frankreich pleite ist. Auch der französische Arbeitsminister ließ zuletzt derartige Töne fallen, korrigierte sich danach aber.

Die Notwendigkeit der Haushalts-Konsolidierung begründete Michel Sapin damit, dass der Staat absolut pleite sei. Danach hagelte es entsprechend Kritik an diesen Äußerungen, woraufhin Sapin meinte, er habe nur einen Scherz gemacht.

Wegen der korrigierten "Pleite" sei es nun notwendig, dass ein Sparhaushalt beschlossen wird, nichts werde die Regierung von diesem Plan abbringen, hieß es in einem Radiointerview.

Nach diesen öffentlich geäußerten Tönen hatte der französische Finanzminister Pierre Moscovici versucht, die Öffentlichkeit zu beruhigen. Es sei so gewesen, dass Sapin nur ein "Bild" verwendet hätte, um darauf hinzuweisen, dass die Lage hart und kompliziert ist.

Es sei deswegen notwendig, dass der Haushalt in Ordnung gebracht wird. Doch Frankreich befindet sich weiter in einer eher unglücklichen Lage, "im öffentlichen Dienst nicht massiv Einrichtungen schließen zu müssen", hieß es in einem Bericht der Libération.

In die Thematik hatte sich auch der Premier Alain Juppé eingebracht und meinte, dass die Lage des Landes "besorgniserregend" sei. Dennoch könne man nicht von einer Pleite sprechen. Der Staat sei glücklicherweise noch immer in der Lage seine wichtigsten Aufgaben zu erfüllen, die Gehälter der Beamten zu bezahlen.

Der französische Arbeitsminister Michel Sapin gab als Korrektur ebenfalls zu verstehen, dass er das mit der Pleite "ironisch" gemeint hätte. Er spielte vielmehr auf einen Spruch von François Fillon an, der schon 2007 gesagt hätte, dass der Staat "vollkommen pleite" sei.

Quelle: DWN - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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