Portugal: Lehrer demonstrieren gegen Sparpolitik


(C) Richie, 2005, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Im Eurokrisenland Portugal kam es zuletzt zu Demonstrationen wegen geplanten Einsparungen im Bildungsbereich. Tausende Lehrer des Landes zog es auf die Straßen, um so gegen dieses Vorhaben zu demonstrieren.

Seitens der Lehrergewerkschaft hieß es, dass die Lehrer mit ihrem Protest die staatliche Schule, den Lehrerberuf und die Bildungsqualität verteidigen wollen. Eine Teilnehmerin des Demonstrationsaufmarschs gab gegenüber der Presse an, dass "mindestens 50.000 Stellen gestrichen" werden sollen.

Im Mai 2011 hatte das Land von der Europäischer Union und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) einen Hilfskredit von 78 Milliarden Euro erhalten. Mit dem Erhalt verpflichtete sich Portugal einen strikten Sparkurs umzusetzen und entsprechende Reformen zu vollziehen.

Bis Ende dieses Jahres müsse den Vorgaben zufolge das Haushaltsdefizit auf 4,5 Prozent des BIP gesenkt werden. Mitte September und auch in den darauffolgenden Monaten war es in Portugal immer wieder zu massiven Demonstrationen gekommen.

Mitte September 2012 kamen etwa in der Hauptstadt Lissabon rund 50.000 Menschen zu einer Demonstration gegen die Sparpolitik zusammen. Ähnlich viele Menschen gingen in der zweitgrößten Stadt Porto auf die Straße. Weitere Kundgebungen mit tausenden Teilnehmern gab es in über 30 Städten des Landes.

Der ESM-Chef (Europäischen Stabilisierungsmechanismus) Klaus Regling hatte zuletzt angemerkt, dass man Irland und Portugal womöglich einen zeitlichen Aufschub für die Rückzahlung ihrer Hilfskredite gewähren könnte. "Darüber kann man reden", so Regling am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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