Merkel in Chile: Warnung vor Protektionismus


(C) Aleph, 2008, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat anlässlich des Gipfeltreffens der EU mit der Gemeinschaft der Karibischen und Lateinamerikanischen Staaten (Sozial- und Umweltpolitik) vor Handelsschranken gewarnt.

Es solle niemand glauben, dass der beste Weg aus der anhaltenden Wirtschaftskrise mit Protektionismus gelöst werden kann. An dem Treffen mit Wirtschaftsvertretern in Santiago de Chile nahm auch der Kommissionspräsident der Europäischen Union José Manuel Barroso und mehrere lateinamerikanische Staatschefs teil.

Auch hatte man zuletzt, seitens Deutschland und Chile, erklärt, dass man im Bereich Bergbau und bei der Nutzung mineralischer Rohstoffe enger zusammenarbeiten wolle. Zu dieser Sache unterzeichneten Vertreter der beiden Regierungen entsprechend ein Abkommen als auch eine politische Erklärung.

Mit diesem Vorstoß sollen die Zusammenarbeit von Unternehmen als auch Forschungs- und Bildungseinrichtungen bei der Erkundung, Gewinnung und Verarbeitung von mineralischen Rohstoffen gefördert werden.

Das Land Chile verfügt über große Kupfervorkommen und ist für Deutschland ein wichtiger Lieferant dieses Rohstoffs. Doch auch Lithium oder Jod zählen zu den Abbauprodukten, der Bergbau ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Chile.

Im Jahr 2010 wurde das südamerikanische Land, am 27. Februar, von einem Beben und folgenden Tsunami getroffen. Damals waren nach offiziellen Angaben 521 Menschen ums Leben gekommen. Der ermittelte Sachschaden lag bei etwa 30 Milliarden US-Dollar.

Die USA, die EU, sowie mehrere andere Länder und internationale Organisationen wie die Weltbank und der Internationale Währungsfonds sagten Unterstützung zu und bereiteten sich auf einen umfangreichen Hilfseinsatz vor. Die EU gab drei Millionen Euro an Soforthilfen frei.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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