Interview mit Windtner: Nach der Finanzkrise kommt die Energiekrise


(C) Armin Kübelbeck, 2011, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Da es beim Ökostrom eine deutliche "Überförderung" gebe, würde sich der Bau von neuen Kraftwerken in Europa nicht mehr rechnen, so Leo Windtner, Chef der Energie AG Oberösterreich. Auch gab er in einem Interview gegenüber "DiePresse" zu verstehen, dass ein "Blackout" näher sei, als man denke.

Zur Fragestellung, warum es so sei, dass viele Energiekonzerne derzeit besser fahren würden, wenn sie keinen Strom erzeugen, gab Windtner zu verstehen, dass dies definitiv so sei.

Dies stelle zudem eine große Bedrohung dar. Wie etwa die sogenannte Energiewende in Deutschland aufgezogen worden ist, nämlich planwirtschaftlich, könne so ein Vorhaben nicht gut gehen.

Man treibe den Ausbau der Windenergie am Meer weiter voran, obwohl viele der Windparks nicht in Betrieb gehen können. Er sehe hier das Problem, dass eine Bevorzugung und Überförderung von Sonne und Wind stattfinden würde.

Diese Vorstöße sehen zwar kurzfristig "sensationell" aus. Deutschland könne etwa einen Tag mit Wind und Sonne versorgt werden, was aber den Blick auf die Realität verdecke, so Windtner.

Bei der Sonne würde man 1000 Stunden Strom im Jahr geliefert bekommen, bei Wind etwa 4000 Stunden im Jahr - doch man bräuchte 8760 Stunden Strom im Jahr. Das Absurde ist: Just der Ausbau der Erneuerbaren bringt diese Stromspeicher in Bedrängnis.

Wenn es die EU nicht schafft, eine koordinierte Energiepolitik zu betreiben, kommt nach der Finanzkrise die Energiekrise. Das gesamte Interview lesen Sie hier

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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