Deutschland: Zahl der Arbeitnehmer mit Burn-Out steigt


(C) The Yorck Project, 2002, Bild: Wikipedia (public domain)

Aus den neusten Statistiken des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) geht einem Medienbericht zufolge hervor, dass immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland an dem sog. "Burn-Out" leiden.

In den Jahren zwischen 2004 und 2011 seien die Krankheitstage wegen dieser Ursache um das 18-Fache angestiegen, schreibt man in der "Welt am Sonntag".

Im Jahr 2004 wurden für je tausend BKK-Mitglieder, ohne Rentner, 4,6 Krankheitstage wegen Burn-Out registriert, in 2011 seien es bereits 86,9 Tage gewesen, heißt es. Auch stellte man fest, dass besonders Frauen deutlich mehr als Männer von dieser Erkrankung betroffen sind.

Dem Bericht zufolge registrierte man, dass für je tausend weibliche BKK-Mitglieder in 2011 110,3 Krankheitstage verzeichnet wurden, welche durch das Burn-Out-Syndrom bedingt waren. Bei den männlichen Mitgliedern zählte man 68,4 Tage.

Neben Muskel- und Skeletterkrankungen stehen psychische Störungen, wie das benannte Burn-Out-Syndrom, bereits an zweiter Stelle, welche Arbeitsunfähigkeitstage hervorbringen.

Mit Blick auf die Berufsgruppen, die besonders häufig an psychischen Problemen leiden würden und sich daher krank melden, stellte man fest, dass unter den BKK-Mitgliedern Telefonisten, Sozialarbeiter und Helfer in der Krankenpflege betroffen seien. Seitens des Geschäftsführers des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK), Heinz Kaltenbach, rief man die Arbeitgeber dazu auf, "etwas zu unternehmen".

Das sogenannte Burnout-Syndrom ist ein Zustand emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung (Enttäuschung) und Apathie (Teilnahmslosigkeit, mangelnde Erregbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen), psychosomatischen Erkrankungen (Somatoforme Störungen) und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

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