Yen: Japan bestreitet Manipulation der Währung


YEN

Die zuletzt aufgekommene Kritik an der japanischen Währungspolitik wurde nun seitens der Regierung in Japan zurückgewiesen. Man wehre sich gegen den Vorwurf der Währungsmanipulation zugunsten der eigenen Exportwirtschaft, hieß es.

Die Lockerung der Geldpolitik sei eher so zu verstehen, sagte der japanische Finanzminister Taro Aso, dass diese darauf abzielen würde, die Bekämpfung der langandauernden Deflation zu unternehmen.

Auch gehe es darum, die derzeit überzogene Stärke des Yen zu "korrigieren". Zuletzt konnte mit Blick auf die Währung Euro beobachtet werden, dass diese nicht nur gegenüber dem Yen, sondern ebenfalls gegenüber dem US-Dollar und dem Pfund Sterling auf ein neues Mehrmonats-Rekordhoch anstieg.

Der italienische Regierungschef Mario Monti sieht diese Entwicklung als gefährlich an, denn sie könnte den Ausfuhren schaden. Dabei machte er in seinem offiziellen Statement deutlich, dass kein "Währungskrieg" vorherrschen würde.

Zuletzt hatten verschiedene Marktbeobachter die Befürchtung geäußert, dass der gefahrene geld- und finanzpolitische Kurs der neuen Regierung Japans zu einem Abwertungswettlauf zwischen den wichtigen Währungen führen könnte. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte in Davos ihre Sorge darüber ausgedrückt.

Auf dem derzeit stattfindenden Wirtschaftsforum in Davos wolle der japanische Wirtschaftsminister Akira Amari die Währungspolitik seines Landes erläutern. Mit Blick auf den Februar dieses Jahres, beim Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Moskau, wird das Thema der Währungspolitik wohl aber eine wichtigere Rolle spielen. Japans Wirtschaft steckt indes weiter in der Deflation fest.

  
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