Microsoft: Gewinnrückgang - Windows 8 kein Topseller


(C) Microsoft, 2012, Bild: Wikipedia (WK; COM)

Im vierten Quartal 2012 ist der Gewinn des US-Konzerns Microsoft, im Vergleich zum Vorjahresquartal, um 3,7 Prozent geschrumpft. Der Gewinn betrug 6,4 Milliarden US-Dollar, der Umsatz lag bei fast 21,5 Milliarden US-Dollar.

Der Umsatz konnte insgesamt um 2,7 Prozent zulegen. Das Ergebnis per Gewinn bleibt damit hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Der Gewinn lag bei 0,76 Dollar pro Aktie, seitens der Analysten erwartete man 0,77 Dollar pro Aktie. Nachbörslich sackte der Kurs der Microsoft-Aktie um bis zu 1,45 Prozent ab, konnte sich zwischenzeitlich jedoch wieder erholen.

Mit Blick auf das neue Betriebssystem "Windows 8" legte man speziell auf diesen Bereich des Konzerns das Augenmerk. Im dritten Quartal 2012 war das neue OS in den Handel gekommen, die Sparte erhöhte ihren Umsatz zwischen Oktober und Dezember um 24 Prozent auf 5,88 Milliarden US-Dollar.

Der operative Gewinn erlangte ein Plus um 14 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Hier sind bereits Umsätze aus den Vorbestellungen von Windows 8 mit einberechnet, welche vor dem 1. Oktober 2012 durchgeführt wurden. Bislang hat das neue Betriebssystem von Microsoft nicht den erhofften Durchbruch gebracht.

Windows 8 verkaufte sich seit der Markteinführung Ende Oktober etwa 60 Millionen Mal: Nach Ansicht von Branchenexperten ist das allenfalls ein solider, aber kein spektakulärer Start. Der Analyst Andrew Bartels von Forrester Research sagte zur Sache: "Es gibt immer noch keine Anzeichen, dass Windows 8 ein Riesenerfolg ist".

Angesichts dieser Rahmenbedingungen kann ein Absatz „auf dem Niveau von Windows 7“ nur als Rückschritt gelten - und genau so werden die Zahlen von den Marktexperten wahrgenommen. Aus den Absatzzahlen seines eigenen Tablet-Modells "Surface" macht Microsoft weiter ein Geheimnis.

Kenner gehen davon aus, dass Microsoft eine Million Tablets im vergangenen Quartal verkauft haben könnte. Zum Vergleich: Apple hat im gleichen Zeitraum 23 Millionen iPads verkauft. Als weiterhin verlustreich erwies sich das Internet-Geschäft rund um die Suchmaschine Bing und das Portal msn.com.

  
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