Studie: Regelmäßige Einnahme von Aspirin kann Augen schädigen


(C) fihu, 2006, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Wie nun der britische "Telegraph" berichtet, können Menschen, die regelmäßig Aspirin einnehmen, ein höheres Risiko aufweisen, an altersbedingter Makula-Degeneration (AMD) zu erkranken. Jene Krankheit ist die häufigste Erblindungskrankheit in der westlichen Welt, das Leiden wird auch als Netzhautverkalkung beschrieben.

In dem Bericht der Zeitung geht man auf die Untersuchungsergebnisse von australischen Forschern ein, die einen Zusammenhang mit der Einnahme von Aspirin entdeckt hätten. Die Makula ist ein empfindlicher Teil der Netzhaut und zugleich für das zentrale Sehen mit verantwortlich. (mehr hier bei Wikipedia)

Die Studie der Wissenschaftler von der Universität Sydney wurde im Fachmagazin "JAMA Internal Medicine" veröffentlicht. Bei der angestellten Studie haben die Wissenschaftler um Gerald Liew in einer prospektiven Analyse die Datensätze einer bevölkerungsbasierten australischen Kohortenstudie ausgewertet, um so mögliche Zusammenhängen zwischen der Aspirin-Einnahme und dem Auftreten von Augenerkrankungen zur erkunden.

Die erarbeitete Ausgangsstudie lief über einen Zeitraum von 15 Jahren, wobei vier Zwischenuntersuchungen angestellt wurden. An dieser Studie nahmen von den 2389 beobachteten Probanden 257 regelmäßig Aspirin ein. Von diesen ständigen Aspirinnutzern bekamen 63 - also 24,5 Prozent - eine Makuladegeneration.

Über einen Zeitraum von 15 Jahren betrug das Risiko der Personen, die regelmäßig Aspirin einnahmen, eine solche Makuladegeneration zu entwickeln 9,3 Prozent. Jene Probanden, die kein Aspirin verwendeten, hatten dagegen nur ein Risiko von 3,7 Prozent. Die Mediziner stellten auch fest, dass sich mit einer erhöhten Menge von Aspirin auch das Risiko für die Augenschädigung steigerte. (mehr hier)

Bereits eine andere europäische Studie hatte zuletzt als Nebenergebnis festgestellt, dass Aspirin das Risiko der feuchten AMD verdoppeln könnte. Diese neue Studie bestätigt diese Annahme nicht nur, geht sogar von einer Verdreifachung des Risikos aus.

Zuletzt hieß es in Medienberichten auch, dass BAYER das sog. "Baby-Aspirin" vom US-Markt nimmt. Seit den 1970er Jahren ist dazu bekannt, dass Aspirin das seltene Reye-Syndrom auslösen kann. Die Krankheit schädigt Leber und Gehirn und verläuft zu 40 Prozent tödlich. Am häufigsten tritt das Syndrom im Alter zwischen vier und neun Jahren auf. In den USA musste BAYER nun das sogenannte „Baby-Aspirin“ vom Markt nehmen. In Lateinamerika hingegen vermarktet der Konzern bis heute Aspirin-Präparate speziell für Kinder. (mehr hier)

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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