Siemens: Gewinn gesunken, harter Sparkurs steht an


(C) David Hall, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Im Vorfeld zur anstehenden Hauptversammlung legte der Konzern Siemens seine Quartalszahlen vor. Aus diesen kann entnommen werden, dass der Gewinn in den Monaten von Oktober bis Dezember aus dem fortgeführten Geschäft um ein Prozent auf rund 1,3 Mrd. Euro zurückging.

Dank der recht hohen Nachfrage aus den Schwellenländern konnte der Umsatz auf 18,1 Mrd. Euro zulegen. Das Volumen der Neubestellungen sank um drei Prozent auf 19,1 Mrd. Euro. Im Segment der Industrie kämpft man seitens Siemens derzeit mit einer investitionsscheuen Kundschaft.

Das Geschäft mit Medizin- und Energietechnik sieht hingegen besser aus. Im Feld der Infrastruktur litt man unter anderem an der verspäteten Auslieferung der ICE-Züge an die Deutsche Bahn.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2012/2013 geht man den derzeitigen Prognosen zufolge von einem Gewinn aus fortgeführtem Geschäft zwischen 4,5 und 5 Mrd. Euro aus.

Der Vorstandschef Peter Löscher erwartet im weiteren Jahresverlauf eher keinen Rückenwind, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Die sogenannten Sonderlasten summierten sich im abgelaufen Berichtzeitraum auf 212 Millionen Euro, wobei hier rund die Hälfte auf die Lieferverzögerungen der ICE-Züge entfällt.

Die Kosten aus dem aufgelegten Sparprogramm sind bei rund 50 Millionen Euro angesiedelt. Siemens rechnet im Gesamtjahr mit Belastungen von einer Milliarden Euro durch die angestrebten Sparanstrengungen. Mittelfristig will der Konzern seine jährlichen Kosten um sechs Milliarden Euro drücken.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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