Speichermedien: Streit um Urheberabgabe hält weiter an


(C) TEL0000, 2010, Bild: Wikipedia (public domain)

Der Streit um die sogenannte Urheberabgabe bei USB-Sticks hält weiter an. Seitens der IT-Wirtschaft hatte man sich zuletzt mit den Verwertungsgesellschaften für einen begrenzten Zeitraum auf die Höhe einer solchen Urheberrechtsabgabe für USB-Sticks und auch Speicherkarten geeinigt, da man auf diesen Speichermedien rein theoretisch auch „illegal“ Musik etc. abspeichern könnte.

Nach Angaben des IT-Branchenverbandes BITKOM bezieht sich der Vertrag rückwirkend auf den Zeitraum vom 01. Januar 2012 bis 30. Juni 2012. Mitgliedsfirmen von BITKOM zahlen für diesen Zeitraum wie zuvor eine reduzierte Abgabe von 8 Cent pro Speichermedium. Sonst liegt der Tarif pro Stück bei 10 Cent.

Der vorherige Vertrag von den Verwertungsgesellschaften war zum 31. Dezember 2011 gekündigt worden, da diese höhere Zahlungen von Anbieter von Speicherkarten und USB-Sticks durchsetzen wollten.

Offiziell heißt es zur Thematik, dass mit den Abgaben auf benannte Speichermedien legale Privatkopien von urheberrechtlich geschützten Inhalten abgegolten werden sollen. Für einen begrenzten Zeitraum hätte man nun eine pragmatische Lösung gefunden, hieß es zuletzt vom BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Doch eine wirkliche Einigung sei noch nicht erreicht und ein gutes Stück weit entfernt. "Den bestehenden Dissens zwischen Herstellern und Verwertungsgesellschaften über die Höhe der Abgaben löst die Einigung nicht", sagte er weiter. Wenn es nach den Forderungen der Verwertungsgesellschaften geht, dann müsse die Abgabe deutlich steigen.

Seit 1. Juli 2012 fordert man gar Zahlungen in Höhe von 91 Cent für Speicherkarten und USB-Sticks (bis 4 Gigabyte). Bei derartigen Speichermedien (USB-Sticks) mit mehr als 4 GB sollen sogar 1,56 Euro und bei Speicherkarten 1,95 Euro fällig werden.

Im Handel sind zum Beispiel USB-Sticks mit 4 Gigabyte Speichervolumen derzeit ab etwa fünf Euro zu haben und würden letztlich entsprechend teurer werden. "Die Forderungen der Verwertungsgesellschaften sind absolut unverhältnismäßig", kritisierte Rohleder die massive Steigerung der Forderungen.

  
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