Japan: Sicherheitsnormen von Atomanlagen sollen verschärft werden


(C) kawamoto takuo, 2011, Bild: Wikipedia (CC BY 2.0)

Seitens der neuen japanischen Behörde für Atomregulierung hat man nun Pläne zur Verschärfung der Sicherheitsnormen für Atomanlagen des Landes vorgelegt. Jene Behörde ist seit September vergangenen Jahres im Amt und unabhängig vom Industrieministerium, heißt es. Die neuen Sicherheitsstandards könnten bis Sommer 2013 zur Anwendung kommen, werden diese beschlossen.

Zur Verschärfung heißt es unter anderem, dass eine Ausstattung mit Lüftungssystemen gefordert wird, um bei einem Zwischenfall einen Druckanstieg im Reaktor und mögliche Explosionen zu verhindern.

Dadurch solle keine Radioaktivität in die Umwelt gelangen. Zudem sollen neue Möglichkeiten für die Kühlungssysteme gefunden werden, damit diese im Unglücksfall am Laufen gehalten werden.

Darüber hinaus fordert man auch neue Kontrollzentren, welche nahe den Anlagen eingerichtet werden müssten, damit im Fall einer Zerstörung eine bessere Überwachung der Anlagen gewährleistet werden kann.

Derzeit sind von den 50 Anlagen des Landes nur zwei in Betrieb. Die neue Regierung hatte Ende Dezember dargelegt, dass man das japanische Atomprogramm aus wirtschaftlichen Gründen wieder aufnehmen wolle.

Im März 2011 war es wegen eines Zwischenfalls zur Kernschmelze in der Nuklearanlage Fukushima gekommen, dem folgenschwersten Atomunglück seit dem Zwischenfall im ukrainischen Tschernobyl im Jahr 1986. Im Jahr 2010 wurde bekannt, dass Japan für den Iran Uran anreichen wollte. Ein Erdbeben und ein anschließender Tsunami in Japan hatten zur Folge, dass mittlerweile nach offiziellen Zahlen etwa 19.000 Menschen ums Leben kamen.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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