Japan: Extrem hoch verstrahlter Fisch nahe Fukushima gefangen


(C) kawamoto takuo, 1999, Bild: Wikipedia (CC BY 2.0)

Einer Mitteilung von AFP zufolge ist nun in der Nähe des japanischen Atomkraftwerks Fukushima ein Fisch gefangen worden, der eine extrem hohe Strahlendosis aufgewiesen hätte. Die gemessenen Strahlungswerte würden um das 2500-fache über dem gesetzlichen Grenzwert liegen. Cäsium mit einem Strahlungswert von 254.000 Becquerel hätte man feststellen können, so der Atomkraftwerksbetreiber Tepco zur den Messdaten.

In der vergangenen Woche hatte man seitens der japanischen Meteorologischen Agentur mitgeteilt, dass es erneut ein Erdbeben vor der japanischen Präfektur Fukushima gegeben hatte. Das Beben erreichte eine Stärke von 5, wobei der Herd des Erdbebens in einer Tiefe von gut 40 Kilometern lag.

Im März des Jahres 2011 war es am Kraftwerk Fukushima-1 zu einer Explosion gekommen, wodurch der schwerste Zwischenfall seit der Tschernobyl-Katastrophe vom April 1986 eintrat. Im Vorfeld (2010) wurde bekannt, dass Japan für den Iran Uran anreichern wollte.

Seit der Atomkatastrophe in Fukushima fürchten sich die Menschen vor radioaktiver Strahlung in der Luft. Zahlreiche Schulen in der gesamten Präfektur haben deshalb ihre Freiluftaktivitäten eingestellt – vor allem Grundschulkinder werden deshalb immer dicker.

Ende Oktober 2012 stellte man fest, dass selbst anderthalb Jahre nach dem Atomzwischenfall in Japan die Fischer in der Region stark verseucht waren. Das Meer hatte damals etwa 80 Prozent der ausgetretenen Strahlung abbekommen.

Auch ein Verbot des Fischfangs in den betroffenen Gewässern wurde ausgesprochen. In einer Studie der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) wurde festgestellt, dass die vorherrschende radioaktive Belastung der Tiere weiterhin auf einem äußerst hohen Niveau ist.

In diese Studie flossen Messdaten von über 8500 Einzelmessungen mit ein, welche durch das Woods Hole Oceanographic Institution aufgearbeitet wurden. Erschreckenderweise musste man feststellen, dass noch etwa 40 Prozent der untersuchten Fische einen sehr problematischen Grenzwert von 100 Becquerel (Bq) pro Kilogramm Fanggewicht aufwiesen.

Zuletzt wurde auch bekannt, dass die neue japanische Regierung vom geplanten Atomausstieg abrückte. Der bis 2040 geplante schrittweise Ausstieg aus der Atomkraft müsse überdacht werden, hieß es.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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