EX-Banker: Sohn von Strauß wollte 300 Millionen nach Luxemburg schaffen


(C) barockschloss, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nach der Aussage eines Bankmitarbeiters hätte der Sohn von Franz Josef Strauß im Jahr 1992 versucht, das Erbe seines Vaters nach Luxemburg zu schaffen. Einem Medienbericht zufolge handelte es sich dabei um eine Summe in Höhe von 300 Millionen Mark. An diesem Freitag sagte der Zeuge vor dem Landgericht in Köln zur Sache aus.

Seitens Max Strauß, der Sohn von Franz Josef Strauß, bestreitet man den Vorwurf. Bei dem Zeugen handelt es sich um einen 60 Jahre alten Banker, welcher 1992 für die Citibank in München arbeitete. Es hieß zur Sache, dass er eines Tages einen Anruf von einer Kollegin aus Luxemburg erhalten hätte.

Diese habe ihm von einem Anrufer mit dem Namen Max Strauß berichtet, der Geld nach Luxemburg transferieren wollte. Daraufhin hätte der Bankmitarbeiter in der Anwaltskanzlei von Max Strauß angerufen, so die Aussage des 60-Jährigen. In diesem Telefonat bat man darum, dass man Strauß sprechen wolle, daraufhin wurde er zu einem "Mann" durchgestellt, von dem er angenommen hat, dass es sich um Max Strauß handelte.

Dann hätte er im Verlauf des Telefonats gefragt, um welches Geld es sich handeln würde. Sinngemäß kam folgende Antwort: "Das ist unser Erbe von unserem Vater. Der Betrag ist 300 Millionen". Dieses Geld würde bei der Landesbank München liegen, es wurde ein Bartransfer nach Luxemburg gewünscht.

Seitens der Bank hätte man damals jedoch die Linie gehabt, dass man kein Geld von Politikern oder von deren Familien annimmt. Aus diesem Grund sei auch keine Geschäftsverbindung zustande gekommen, heißt es. Im Verfahren vor dem Landgericht Köln klagt Max Strauß gegen den Buchautor Wilhelm Schlötterer - auf Unterlassung.

Dieser dürfe nicht mehr behaupten, dass Franz Josef Strauß seinen Kindern bei seinem Tod - im Jahr 1988 - 300 Millionen Mark hinterlassen habe. In dem Buch von Schlötterer wird der Vorwurf gemacht, dass der Bayerische Ministerpräsident ein Millionenvermögen kriminell erwirtschaftet hätte. Das Buch ist unter dem Titel: "Macht und Missbrauch: Von Strauß bis Seehofer. Ein Insider packt aus" (ISBN: 978-3453601680) erschienen.

Kurzbeschreibung des Buches: "Als oberster Steuerfahnder bekam Wilhelm Schlötterer – wegen seiner Unbestechlichkeit von der Strauß-Clique schikaniert und verfolgt – hautnah das mit, was vertuscht werden sollte. Jetzt rechnet er mit Strauß und seinen Nachfolgern gnadenlos ab und deckt die Machenschaften der bayerischen Politik auf. Ein Blick hinter die Kulissen der Macht, der längst fällig war".

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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