Winnenden: Mutmaßlicher Amokläufer Tim K. erzählte von seinem Hass auf die Welt


(C) storem, 2006, (symbolisch; kein Bezug), Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Einem "Medienbericht" zufolge hätten die Eltern des mutmaßlichen Winnenden-Amokläufers von "Hassgedanken" ihres Sohnes gewusst. Dies soll aus Notizen (aus einer Computernotiz) einer Familienbetreuerin hervorgehen. In der Online-Ausgabe von "Welt", zugehörig zur Axel Springer AG, heißt es "Die Eltern des Amokläufers von Winnenden und Wendlingen haben von den Hassgedanken ihres Sohnes gewusst", geht aus Notizen einer Familienbetreuerin hervor.

In seinem ersten Gespräch hätte Tim K. mit Ärzten einer psychiatrischen Klinik in Weinsberg von seinem Hass auf die Welt erzählt, schreibt man. Jene [Familienbetreuerin] erzählte im ersten Prozess, dass ihr angeblich die Eltern gesagt hätten, dass Tim in der psychiatrischen Klinik über derartige Dinge gesprochen hätte. Doch kurz darauf erklärte die gute Dame, sie habe dies doch nicht von den Eltern erfahren.

Nach diesem Schritt hatte man seitens der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Falschaussage eingeleitet. Nun kehrte die Familienbetreuerin, die als zentrale Zeugin in dem Prozess angesehen wird, wieder zu ihrer ursprünglichen Version zurück und verweigerte mit Zustimmung des Gerichts die weitere Auskunft. (STN 14/01/13: Am zweiten Verhandlungstag habe sie dann „fertig und sichtlich fahrig“ gewirkt und ihre Aussage quasi widerrufen.)

In den allgemein ominösen Vorgängen in der Gesamtangelegenheit liegt dabei einiges im Argen. Der Journalist Guido Grandt meint: Die "offizielle" Geschichte des Amoklaufs von Winnenden und Wendlingen - Tim K., einsam, gemobbt, gefrustet, depressiv, Versager und Waffennarr, tickt wegen Killerspiele und sozialen Problemen aus, Einzeltäter, Selbstmord, Vater mitschuldig wegen "Waffenbereitstellung" - ist eine Farce.

Wie bei den meisten anderen Amokläufen waren wohl auch hier Psychiater und entsprechende Medikamente (die Waffen im Hintergrund) mit beteiligt. Hier meint Grandt: Tim K. stand vor und während der Tat unter dem Einfluss (Wirkung, Nebenwirkung oder Absatzerscheinung) von Antidepressiva, die er wohl im Rahmen seiner Depressionsbehandlung verordnet bekommen hatte.

Anbei finden Sie ein 47-minütiges Videointerview mit Guido Grandt im Gespräch mit Michael Vogt über Ungereimtheiten am Amoklauf von Winnenden. Unter folgender Quelle gibt es einen Begleittext dazu.

Video: Winnenden - ein Widerspruch

 

Bild-Quelle: flickr (symbolisch; kein Bezug)

  
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