China: Erneut Streik bei Foxconn niedergeschlagen


(C) Nadkachna, 2010, Bild: Wikipedia (CC BY 3.0)

In einem der chinesischen Foxconn-Werke soll es erneut zu "Irritationen" gekommen sein, berichtet die Arbeitnehmerorganisation SACOM. Am Unternehmenssitz in Fengcheng hätten den Angaben zufolge etwa 1000 Arbeiter das Werksgelände verlassen, um u.a. für ein höheres Gehalt und bessere Lebensbedingungen zu protestieren.

Seitens der Polizei habe man die Auflehnung der Arbeitsheere mit Wasserwerfern niedergeschlagen. Dabei ist es nicht die erste Schlagzeile solcher Art, die Foxconn produzierte. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu teils unappetitlichen Berichterstattungen über die Zustände in den Arbeitsgulags in China.

Die neusten Vorwürfe der Arbeitsrechtsorganisation Students and Scholars Against Corporate Misbehavior (SACOM) sind dabei ebenfalls nicht neu. Seitens SACOM berichtete man, dass die Mitarbeiter allen Grund hatten, sich gegen ihre miserable Situation zur Wehr zu setzen.

Das Durchschnittsgehalt eines Foxconn-Angestellten beträgt 156 Euro, was jedoch nicht bedeutet, dass dieser Betrag letztendlich auch das "Endgehalt" ist. Von dem Betrag gehen zusätzlich die Kosten für die "Unterbringung" und Verpflegung ab. Ebenfalls kritisierte SACOM zuletzt die gesundheitlich teils extremen Belastungen der Mitarbeiter vor Ort.

Hier führte man zahlreiche Punkte an, etwa Atemschutzmasken. Diese würden nur, im "Idealfall", alle zwei Tage ausgetauscht. Wobei es in der Regel eher so ist, dass die lebensnotwendigen Geräte nur jede Woche ausgeteilt werden.

Die Unterbringung bezeichnet man als "unzumutbar". Selbst in der kalten Jahreszeit stehe nicht immer heißes Wasser zur Verfügung. Personen die erkranken, müssten gar mit der körperlichen Schwächung in Hochleistung weiterarbeiten.

Entsprechend forderte man seitens SACOM von den Verantwortlichen sowohl eine Aufstockung der Gehälter als auch eine vernünftige Versorgung der Mitarbeiter. Einer der bekanntesten Kunden von Foxconn ist der US-Konzern Apple. Daneben gesellen sich Amazon, Cisco, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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