Bundesregierung korrigiert Wachstum für 2013 auf nur noch 0,5 Prozent


(C) Axel Schwenke, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

In einer korrigierten Prognose für das Wirtschaftswachstum in 2013 geht man seitens der deutschen Bundesregierung nun nur noch von einem Wachstum von rund 0,5 Prozent aus. Im vergangenen November war man noch von 1,0 Prozent ausgegangen.

Die OECD hatte im November für dieses Jahr einen Anstieg des deutschen BIP von 0,6 Prozent erwartet. Die Einschätzung vom Mai 2012 sah gar ein Wachstum von 2,0 Prozent für 2013 voraus. Die erneute Korrektur geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht hervor, der am kommenden Mittwoch veröffentlich wird, heißt es in einem Bericht von "Handelsblatt".

Mit Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen geht die deutsche Bundesregierung derzeit von einem "schwachen Anstieg" aus. Dem Bericht von Handelsblatt zufolge beruht die korrigierte Konjunkturprognose auf der zentralen Annahme, dass es zu keinen weiteren negativen Entwicklungen kommt.

Sollte dies geschehen und in der Folge die Verunsicherung der Marktteilnehmer steigen, könnte diese negativer ausfallen. Das größte Risiko würde die weiterhin nicht ausgestandene Schuldenkrise in der Eurozone sein. Derzeit geht man davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nach einem "schwachen Start im zweiten Halbjahr" wieder deutlich schneller wachsen könnte.

Sollte diese Annahme eintreten, würde in der aktuellen Prognose das BIP um 1,25 Prozent im Schlussquartal 2013 wachsen können. Die Arbeitslosigkeit werde in diesem Jahr auf "nahezu" gleichem Niveau wie im Vorjahr liegen und nur geringfügig, um 60.000 Personen, steigen, heißt es. Mit Blick auf die Erwerbstätigkeit geht man derzeit davon aus, dass diese im Durchschnitt mit 15.000 "leicht zunimmt".

Im Herbst 2012 ging man eigentlich noch von 80.000 aus. 2011 war die Wirtschaftsleistung mit einem Plus von 3,0 Prozent noch deutlich stärker gewachsen, 2010 hatte sie um 4,2 Prozent zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Bundesrepublik wuchs 2012 nur um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch)

  
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