ICCT: Studie zeigt, EU-Abgasnormen verteuern Entwicklung neuer Autos


(C) mariordo59, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Ab dem Jahr 2020 will die Europäische Union den Ausstoß von CO2 (Kohlendioxid) von Neuwagen auf 95 Gramm pro Kilometer begrenzt sehen, was wiederrum Auswirkungen auf die Preise von Neuwagen haben wird. Aus den Zahlen einer Studie geht dazu hervor, dass die Entwicklung der Autos dadurch fast 1000 Euro pro Fahrzeug teurer wird.

Die europäischen Autohersteller müssten demnach 960 Euro pro Neuwagen investieren, wenn die Klimaschutzvorgaben der EU für das Jahr 2020 erfüllt werden sollen, heißt es im Ergebnis einer Studie der Regierungsberatungs-Organisation ICCT zur Thematik.

Das entsprechende Gesetzesvorhaben werde derzeit von EU-Mitgliedsstaaten und dem Europaparlament beraten, heißt es in einem Medienbericht von "Die Welt". Den Angaben von ICCT zufolge würden durch die EU-Auflagen 960 Euro Mehrkosten für die Hersteller pro Auto anfallen, wenn die geplante CO2-Höchstgrenze so kommt, wie sie von der EU-Kommission vorgeschlagen wird.

Als Berechnungsgrundlage nimmt man die im EU-weiten Vergleich recht hohen deutschen Lohnkosten bei der Fertigung. Weiterhin heißt es in der ausgearbeiteten Studie, dass die notwendigen Technologien, um die EU-Vorgaben zu erreichen, bereits heute auf dem Markt vorhanden und diese ausreichend sind.

Es würden „keine oder nur wenige Hybridfahrzeuge“ benötigt, auch Elektroautos nicht, um die Klimaziele zu schaffen, schreibt man. Doch seitens des Verbands der Automobilindustrie VDA (Interessenverband der deutschen Automobilhersteller und -zulieferer) sieht man dies ein wenig anders. Von deren Seite konnte vernommen werden, dass die Optimierung der klassischen Antriebe jährlich etwa zwei bis drei Prozent bringt.

"Um das 95-Gramm-Ziel zu schaffen, muss ein erheblicher Anteil der Autos mit alternativen Antrieben ausgestattet werden", so der Präsident des VDA, Matthias Wissmann. Es würde unverzichtbar sein, dass sich auf dem Markt alternative Antriebskonzepte durchsetzen. "Um diesen Markthochlauf sicherzustellen, muss die Regulierung wirksame Impulse für die Einführung innovativer Technologien setzen", heißt es weiter. Weitere Details, hier bei "Welt".

Bild-Quelle: flickr (symbolisch; kein Bezug)

  
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