FBI Dokument: Occupy Wall Street und die Scharfschützen


(US) FBI; SIR; PCAA; GOV (2012)

Aus einem freigegebenen, jedoch stark geschwärzten, Dokument des FBI geht hervor, dass die damalige Protestbewegung "Occupy Wall Street" (OWS) in den USA besonders kritisch im Auge "gewisser Kreise" gesehen wurde. Trotz der teils heftigen Zensur kann dem Dokument entnommen werden, dass gar Individuen von OCE mit Tötungsabsichten belegt waren.

Etwa einen Monat nach der Gründung von OWS hätten nicht benannte Individuen Mordpläne ausgearbeitet, wie man führende Personen der Bewegung ausschalten könnte. Hierzu sollten Schlüsselfiguren identifiziert und im Rahmen eines koordinierten Angriffs mit Scharfschützengewehren "ausgeschaltet" werden.

Dies geht aus dem benannten und nun freigegebenen Dokument hervor, deren Herausgabe im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes der USA von der Bürgerrechtsorganisation "Partnership for Civil Justice Fund" (PCJF) gerichtlich erzwungen wurde.

In dem Dokument sind alle Namen geschwärzt aufgeführt, es umfasst 122 Seiten. Insgesamt geht aus den Daten hervor, dass die US-Bundespolizei von den Mord-Plänen gewusst hat, jedoch nicht den Versucht wagte, die betroffenen Personen zu warnen. Es heißt etwa:

Ein als [geschwärzt] identifizierter hätte im Oktober geplant, mit Scharfschützen gegen Demonstranten in Houston, Texas vorzugehen, falls dies als notwendig erachtet wird. Ein als [geschwärzt] identifizierter hätte erfahren, dass Demonstranten in New York und Seattle ähnliche Proteste wie in Houston, Dallas, San Antonio und Austin/Texas beabsichtigen würden. [geschwärzt] plante, die Anführer der Protestgruppierung nachrichtendienstlich zu bearbeiten und Fotos zu machen, um dann einen Plan auszuarbeiten, um die Führung [Anm: der Protestbewegung] mit schallgedämpften Scharfschützengewehren zu töten.

Ebenfalls heißt es, dass die Bundespolizei und andere Behördenstrukturen teilnehmende Protestler von OWS seit Beginn ihrer Proteste im September 2011 als Kriminelle und inländische Terroristen eingestuft hätten.

Seitens der geschäftsführenden PCJF-Direktorin, Mara Verheyden-Hilliard, gab man zur Veröffentlichung des Dokuments an: Diese Dokumente zeigen, dass „das FBI und das Heimatschutzministerium als Geheimdienst für die Wall Street und Konzerne der USA“ agieren würden. Auch zeigen die Papiere, dass jene Bundesbehörden „jegliche Proteste gegen US-amerikanische Unternehmens- und Bankenstrukturen als mögliche kriminelle und terroristische Aktivität“ ansehen würden. Während die Sicherheitsbehörden „hart daran arbeiteten, um den Demonstranten wegen angeblicher Verbrechen gegen die Sicherheit des Landes etwas anzuhängen, seien die mit sehr realen Todesdrohungen konfrontierten Demonstranten ungeschützt“ geblieben. Auch sei in den Dokumenten kein Hinweis darauf zu finden, dass man seitens des FBI der Mordverschwörung gegen Protagonisten der OWS-Bewegung nachgegangen wäre.

Die Dokumente wurden nach längerer Verzögerung zwischen Weihnachten und Neujahr 2012 veröffentlicht. Insgesamt können die "Vorkommnisse" entsprechend menschlicher Logik in abgemilderter Form als "Irrational" bezeichnet werden. Weitere Details zur Sache, erhalten Sie unter der Quelle von Guardian bzw. siehe Link zum verfügbaren Dokument.

Zur Thematik „Occupy Wall Street“ möchten wir zusätzlich auch noch auf den folgenden externen Artikel hinweisen, der sich mit „OWS“ und dessen hintere Strömungen ein wenig näher auseinandersetzt (Stichwort: Links-Rechts-Denkmuster) - Occupy Wall Street: Die künstliche Opposition der Neuen Weltordnung »Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir nicht ganz sicher«. Das Zitat von Albert Einstein könnte über zahlreichen Artikeln stehen, aber wenn es um die Occupy-Bewegung geht, trifft es den Nagel wirklich auf den Kopf.

FBI Documents Reveal Secret Nationwide Occupy Monitoring

Revealed: how the FBI coordinated the crackdown on Occupy (Guardian)

  
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